Sonstige Gedichte
Alte Sitte (1110)
Alte Sitte
Braucht jemand Holz nach alter Sitte
in seines Hauses Mitte
So geht er in den Wald hinein
macht so manches Holzstück klein
Und jedes Stück wird kleingemacht
es nicht zu schaffen, wär´ gelacht
So mancher Schweißtropfen, der verrinnt
bis es mit Länge, Breite stimmt
Das Holz wird aus dem Wald getragen
eine schwere Last, das kann man sagen
Zum Trocknen wird es aufgesetzt
es ist das Holz, das kommt zuletzt
Was kann man in den Ofen schieben
wo viele dort das Feuer lieben
und man dort gern nach alter Sitte
am Kamin zu sitzen, in Hauses Mitte
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr. 1110 aus Band 41)
Beim Einkaufen (1106)
Beim Einkaufen
Beim Einkaufen vergeht die Zeit
du bist das Suchen unendlich leid.
Sie haben schon wieder alles verschoben
deine Ware, die du kannst nur loben
So stiehlt der Markt dir deine Zeit
du bist dies Suchen immer leid
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr. 1106)
Hamburg (1070)
Hamburg
Stadt in Vielfalt, Völkersprachen
bunt gemischt in allen Straßen
Große Stadt, du bist ein Meer
viele Menschen, lieben dich sehr
Stadt im Wind und wunderschön
kannst auch dort spazieren gehn
Alte Häuser sind saniert
mit viel Herzblatt aufgespürt
sind gerichtet, angestrahlt
diese Arbeit macht sich bezahlt
Hier sind Menschen noch im Reinen
müssen bei Neubauten manchmal weinen
gestalten sie die alte Pracht
die diese Stadt zum Erlebnis macht
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr. 1070 aus Band 39)
Dinosaurier (1069)
Dinosaurier
Spuren sind in großer Größe
fest und tief in Stein geprägt
Was hat da wohl diese Erde
zitternd unter Last gebebt
Groß und riesig waren die Tiere
die durch dieses Land getrabt
und die Spuren dieser Tiere
haben viel über sie gesagt
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr. 1069 aus Band 39)
Der PhantasieRaum (1056)
Der PhantasieRaum
Freunde treffen ist doch schön
könnten wir uns einmal sehn
kämen aus dem ganzen Land
sind persönlich unbekannt
Haben gefunden kleines Glück
im PhantsieRaum Stück für Stück
Sind dort gern, um zu verweilen
vergessen die Sekunden, die vereilen
Lachen, blödeln, haben Spaß
im PhantasieRaum da gibt´s kein Hass
Freudig sind wir, lachen gern
PhantasieRaum ist wie von einem anderen Stern
Sind nur Gast, man glaubt es kaum
Die Phantasie ist unser Raum
©Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr. 1056) aus Band 39)
Der PhantasieRaum ist zu finden unter www.phantasieraum.de
Ich will nach Berlin (1053)
Ich will nach Berlin
Ich will nach Berlin
durch diese Gassen ziehn
möcht Menschen kennen lernen
bei Berlin komm ich ins Schwärmen
Die Stadt, die ist so schön
möcht durch diese Gassen ziehn
Möcht viel Fotos machen
mit dem Ein oder Anderen lachen
möcht viel Geschichte sehn
bis abends gern nach Zehn
Möcht stundenlang dort sitzen
vielleicht auch mal recht schwitzen
Würd auf den Funkturm fahren
wo die Menschen stehn in Scharen
Die Stadt, die ist so schön
möcht durch diese Gassen ziehn
Möcht Freunde wieder treffen
mit ihnen lang sich setzen
lass gern die Stadt mir zeigen
die unendlich große Weiten
Die Stadt die ist so schön
möcht durch diese Gassen ziehn
Möcht auf der Spree mal fahren
mit der U-Bahn und den Bahnen
möcht „Else” mal besteigen
und oben dort verweilen
Die Stadt, die ist so schön
möcht durch diese Gassen ziehn
Möcht auf den Reichstag steigen
Berlin in seinen Weiten
möcht über den Kuhdamm gehn
an manchen Ecken stehn
Die Stadt, die ist so schön
möcht durch diese Gassen ziehn
Möcht mal nach Köpenick schauen
zu einem, der konnte sich was trauen
möcht auch noch Spandau sehn
und dort zur Zitadelle ziehn
Die Stadt, die ist so schön
möcht durch diese Gassen ziehn
Möcht an der Oberbaumbrücke stehn
und dort zu beiden Seiten gehn
um noch zum großen Tor zu gehn
auch um dort auf beiden Seiten zu stehn
Die Stadt, die ist so schön
möcht durch diese Gassen ziehn
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr. 1053 aus Band 39)
Wunderland (1080)
Wunderland
Miniatur im Wunderland
viel Stunden, die vergehen
Man ist fast außer Rand und Band
so viel kann man dort sehen
Viel Eisenbahn ist aufgebaut
an manchen Ecken wird es laut
so viel gibt es zu sehen
bleibt man dort gerne stehen
Ein Flugzeug startet in die Höh´
ein Schiff, das schwimmt im Wasser
und ab und an wird´s dunkel hier
das Neonlicht wird blasser
Viel Menschlein sind hier aufgebaut
im Stadion und im Ort
und viel Fahrzeuge fahren noch
nur du mußt leider fort
©Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr. 1080 aus Band 40)
Wolkentraum (856)
Wolkentraum
Wolkentraum am Himmelszelt
im Winde sich verschieben
Werden stark oder lösen sich auf
ist so ganz verschieden
Wolken, Traum am Himmelszelt
Gebilde ganz verschieden
Herrlich ist es zuzusehn
Winde dich verbiegen
©Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr. 856 aus Band 31)
An der Autobahn (879)
An der Autobahn
Ruhig wird der Tag am Abend
nur die Autobahn, sie rauscht
und die Töne, die weit tragen
haben manche Nacht versaut
©Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr. 879 aus Band 32)
Am Hang des Lebens (882)
Am Hang des Lebens
Am Hang des Lebens
stehst du nun
Von nun an geht´s bergab
Mach daraus keinen Dauerlauf
dann machst du auch nicht
schlapp
Es ist halt so
auf dieser Welt
wir müssen von dannen gehn
und können von dieser
schönen Welt
dann leider nichts mehr sehn
©Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr. 882 aus Band 32)
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