Angst
Im Wechselbad (662)
Im Wechselbad
Im Wechselbad der Gefühle
schwebt die Seele
im Dunst des Lebens
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 662 aus Band 23)
Gefühle II (661)
Gefühle
Gefühle in Angst und Hoffnung
fahren gemeinsam Achterbahn
im täglichen Sein
Schweißperlen des Lebens
tropfen in den Garten des Hoffens
und netzen ein Pflänzchen des Menschseins
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 661 aus Band 23)
Der Stern der Hoffnung (660)
Der Stern der Hoffnung
Der Stern der Hoffnung leuchtet
in der dunklen Nacht
Das Fünkchen seines Lichtes
hat Hoffnung angebracht
Du kleines Fünkchen Hoffnung
strahl wie ein heller Stern
und nähr im dunklen Herzen
das Licht, das nah
und doch so fern
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 660 aus Band 23)
Möchte Sieger sein (658)
Möchte Sieger sein
Ich möchte doch der Sieger sein
und ohne Schmerzen kehren heim
Ich möcht den schlimmen Krebs besiegen
er soll mich doch nicht unterkriegen
Ich möcht, dass er mich in Ruhe lässt
und möchte feiern ein freudiges Fest
Ich will, dass er von dannen geht
für mich ist es hoffentlich noch nicht zu spät
Ich möchte doch in die Rente gehen
und meine Enkel möcht ich später sehen
Ich möchte Regen, Sonne sehn
am schönen Strand spazieren gehen
Ich möchte schreiben kunterbunt
Gedichte bis die Finger wund
Ich möchte einmal Sieger sein
und ohne Krebs, für mich allein
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 658 aus Band 23)
Anmerkung: Dieses Gedicht wurde im
RBS-Bulletin Themenheft Nr. 2 Seite 48, Krebs im Alter, Center fir Altersfroen L-5955 Itzig, März 2012 abgedruckt.
Nie mehr sehn (657)
Nie mehr sehn
Ich will die Schleuse
nie mehr sehn
Ich will durch diese Schleuse
nie mehr gehn
Ich will mit Kraft
diesen Krebs besiegen
Er soll mich nie mehr
unterkriegen
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 657 aus Band 23)
Achterbahn (656)
Achterbahn
Das Leben, das fährt Achterbahn
unsanft fliegst du aus der Spur
Vom schönen Hoch, hinab ins Tal
wohin führt der Weg denn nur?
Die Kraft des Schwungs
die brauchst du nun
um wieder hoch zu kommen
Hoffend keine Steine liegen quer
um wieder rauf zu kommen
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 656 aus Band 23)
Die Seele I (655)
Die Seele
Die Seele regnet tränenreich
den Schmerz vom Lebensbaum
Unsanft zerplatzt der schöne Traum
vom Lebenshimmelreich
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 655 aus Band 23)
Reich mir … (654)
Reich mir
Reich mir die Hand
zum Leben
Das Leben zu verstehn
und lass in schweren Stunden
die Hand nie wieder gehn
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 654 aus Band 23)
Horizont (653)
Horizont
Dunkle Wolken ziehen am Horizont
Die Sonne ist verschwunden
Der Alltag, der ist nicht mehr bunt
der Krebs hat mich gefunden
Verschwinden soll die böse Macht
möcht sie nie wieder sehn
und möcht in mancher schönen Nacht
die Sterne wieder sehn
Möcht freuen mich auf Sonne, Wind
auf schöne bunte Zeit
möcht einfach nur am Strand so stehn
übers Wasser schauen weit
Die Sonne soll den Tag erfreun
möcht bunte Farben sehn
möcht freudig durch die Tage gehn
Nie mehr nach Rückwärts sehn
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 653 aus Band 23)
Warum ? (652)
Warum?
Warum geht dieser Kelch denn nur
bei mir denn nicht vorüber
warum bleibt dieser Kelch denn nur
bei mir schon wieder stehn
Ich hab aus diesem Kelch doch schon
einen kräftigen Schluck genommen
und bin von diesem Schluck doch schon
noch immer ganz benommen
Wer hat mir diesen Kelch gereicht
der die Zukunft angstvoll macht
Verschwinde doch du böse Macht
für mein Leben hat´s gereicht
Oh Kelch, geh doch an mir vorbei
bleib nie mehr bei mir stehn
und lass, wenn diese Tour vorbei
dich nie mehr wieder sehn
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 652 aus Band 23)
Die Angst ist zurück (631)
Die Angst ist zurück
Die Angst ist zurück,
fehlt bald wieder ein Stück?
Die Angst und die Not
sind noch nicht ganz tot
Ich leb doch so gerne
in Nah und in Ferne
Möcht Enkel erleben
mit Freude am Leben
Möcht bei Euch doch sein
und nicht ganz allein
Ich möcht es überwinden
Die Angst soll verschwinden
Will Schmerzen nicht haben
Die Angst will ich verjagen
Doch die Angst ist zurück,
fehlt bald wieder ein Stück?
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 631 aus Band 22)
Solidarität und Verantwortung (619)
Solidarität und Verantwortung
Verantwortung
das hört man sagen
soll man immer mehr
doch selber tragen
Verantwortlich für dich bist du
das flüstert man dir immer zu
Du sollst nun alles selber wissen
und wirst dabei doch nur beschissen
Man sollte dabei auch an die Menschen denken
die ihr Schicksal können nicht selber lenken
Solidarität man dabei vergessen lässt
Das gibt doch vielen nur den Rest
Die Grundversorgung, die muss sein
verloren geht der Mensch sonst ein
Mit Freiheit hat dies nichts zu tun
Denn Solidarität die darf nie ruhn
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 619 aus Band 21)
Das ist nun das 426. verwendete Gedicht von mir (gewanderte Gedicht) in der Ausgabe Nr. 5, Auflage 750 Exemplare, Seite 10, des Feuerbach-Boten, des Domicil Seniorenpflegeheimes in Berlin Feuerbachstraße.
Angst
Angst
zu gehen
Möcht dich lieben
Leben ist doch wunderbar
Freude
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
Sorgen
Sorgen
sind da
nur Hoffnung bleibt
für eine bessere Zeit
Lebensmut
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)