Angst
Verdun 2 (1321)
Verdun
Onkel, Bruder, Sohn und Vater
liegen hier in Reih und Glied
und die Trauer war vermeidbar
hätte nur Vernunft gesiegt
So sind sie, wie die anderen Massen
freudig in den Krieg gezogen
als Ergebnis dieses Wahnsinns
liegen sie nun in dem Boden
©Gerhard Ledwina (*1949)
18.04.2015 im Bus auf dem Weg nach Verdun
Umgepflügt (1323)
Umgepflügt
Umgepflügt ist hier der Boden
Loch an Loch granatentief
und die Zeit heilt tiefe Wunden
über den Teufel, der hier rief
Heute hat man große Freundschaft
trotz des Streits der damals lief
konnt sich menschlich noch besinnen
Freund geworden, Krieg besiegt
©Gerhard Ledwina(*1949)
18.4.2015 nach dem Besuch des Beinhauses in Verdun
Eingepfercht (1324)
Eingepfercht
Eingepfercht zwischen dicken Mauern
dunkel und viel Meter tief
schlechte Luft, die fast zum Schneiden
Angst, die niemals mehr versiegt
Menschen wurde ihr Leben verändert
ob sie wollten oder nicht
denn in all dem großen Getümmel
waren sie doch nur ein kleines Licht
Wie kann Hass denn so verblenden
dass man auf seinen Nachbarn schießt
wollen wir alle dafür sorgen
dass der Kriegswahn endlich versiegt
©Gerhard Ledwina(*1949)
18.04.2015 nach dem Besuch in Verdun
Verdun 1 (1320)
Verdun
Sinnlos liegen in Reihen Menschen
die ein Krieg ihr Leben nahm
denn sie folgten einem Wahnsinn
in dem sie damals Sinn noch sahn
Die Menschheit möge aus diesem Schlachten
doch ihre ernsten Lehren ziehen
um nie mehr Menschen aufzufordern
so sinnlos in den Krieg zu ziehen
©Gerhard Ledwina(*1949)
18.04.2015 im Bus auf dem Weg nach Verdun
Warum nur Krieg? (1322)
Warum nur Krieg
Warum nur Krieg
denn keiner siegt
Warum nur Streit
man um Leben weint
Macht es denn Sinn
wenn Blut verrinnt
Miteinander soll siegen
und nicht bekriegen
©Gerhard Ledwina(*1949)
18.04.2015 im Bus nach Verdun
Ein Mensch (1319)
Ein Mensch
Ein Mensch, der fällt
im Krieg ein Held?
Zu Haus nur Leid
über diesen Streit
Kommt nicht zurück
dies ist kein Glück
Verwandtschaft weint
nie mehr vereint
©Gerhard Ledwina(*1949)
18.04.2015 im Bus nach Verdun
Kugeln (1318)
Kugeln
Kugeln fliegen um die Ohren
die Waffenlobby freut sich sehr
Sie hoffen auf noch mehr Geschäfte
und fördern diese Kriege sehr
Gewinne machen sie auf Kosten
die durch die Kriege, Leiden sehr
haben schon wieder neue Käufer
für das nächste Schießgewehr
©Gerhard Ledwina(*1949)
18.04.2015 im Bus auf dem Weg nach Verdun
Das Leben in einem Zelt (1305)
Das Leben in einem Zelt
Das Leben in einem Zelt
durch Kampf in unserer Welt
die Menschen sich nicht besinnen
dem Krieg gibts kein Entrinnen
in dieser unserer Welt
Ihre Heimat mussten sie verlassen
zurück blieben Haus und Tassen
zerstört wird ihre Welt
nun Leben in einem Zelt
Sie sollen wieder glücklich werden
nicht nur in fremden Ländern sterben
So wünscht man ihnen Glück
dass sie können wieder zurück
Den Kämpfern die Waffen nehmen
um auch nach Glück zu streben
in dieser unserer Welt.
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
7.1.2015 im Heimatmuseum Sandweier
Dein Kampf ist schwer (1303)
Dein Kampf
Dein Kampf ist schwer
ich kann es fühlen
und vieles ist für dich
im trüben
Lass dich nicht hängen
kämpfe für dich
damit dein Umfeld
nicht zerbricht
Man will dir helfen
es ist schwer
du hoffst auf eine
Wiederkehr
Ins Leben und in deiner Glück
noch geht es mühsam
Stück für Stück
Nur wenn du kämpfst
kommst du zurück
in deines und
ihr Lebensglück
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
7.1.2015 im Heimatmuseum Sandweier
„für meinen Bruder“
(Nr. 1303 aus Band 49)
Entrückt (1285)
Entrückt
Du bist bedrückt
und auch entrückt
dem Alltag
und dem Leben
Du bist bedrückt
und nicht entzückt
doch durch Hoffnung
sollst du leben
©Gerhard Ledwina(*1949)
im November 2014
(Nr. 1285 aus Band 48)
Ein schwieriges Jahr (1284)
Ein schwieriges Jahr
Ein schwieriges Jahr
es steht bevor
in dem die Angst
noch überwiegt
Was hat das Leben
mit mir vor
Lasse doch die
Hoffnung siegen
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
26.11.2014 im Heimatmuseum Sandweier
(Nr. 1284 aus Band 48)
Für die Menschen die viel Kraft in der Zukunft brauchen
Warum überrascht (1283)
Warum überrascht
Warum überrascht mein Körper mich
mit all den schlechten Dingen
Gehe mit der Hoffnung ins Gericht
und lasse mir Leben bringen
Dies soll durch Hoffnung nun gestärkt
in meinem Körper schaffen
und dass der Krebs wird so besiegt
er soll mich nicht hinraffen
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
26.11.2014 im Heimatmuseum Sandweier
(Nr. 1283 aus Band 48)
Für alle die gerade sich mit dieser Krankheit herumschlagen müssen
Mit Liebe gezeugt (1255)
Mit Liebe gezeugt
Mit Liebe gezeugt
von Hass vernichtet
seht ihr denn nicht
was ihr da anrichtet
Wie kann euer Hass
den Geist so verblenden
könnt ihr euren Kopf
nicht für Besseres verwenden
Es gibt keinen Gott
der das Töten befiehlt
und ihr anderen Menschen
das Leben einfach stehlt
Es könnten eure Brüder
eure Eltern doch sein
darum lasst dieses Töten
dies ist nur gemein
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
19.10.2014
Nr. 1255 Aus Band 47
Sturm im Leben (1259)
Sturm im Leben
Der Sturm im Leben, er nimmt zu
bleib du im Leben und bleib Du
Sei fest verwurzelt und habe Kraft
damit das Unbekannte dich nicht schafft
Versuch dagegen anzugehen
um auch das Licht für Dich zu sehen
Ich wünsche Dir viel Kraft auf Erden
Es wird auch wieder besser werden
Autor: ©Gerhard Ledwina (*1949)
26.09.2014
(Nr. 1259 aus Band 47)
Allen Menschen gewidmet die ihren persöhnlichen Kampf gegen den Krebs aufnehmen müssen!
Kriegsgespenst (1253)
Kriegsgespenst
Lange hatten wir gedacht
das Kriegsgespenst sei umgebracht
so holt man es doch wieder vor
der Hetzer, ist ein großer Tor
Was hat man schon vom Waffen schwingen
um dann Eroberungslieder zu singen
Es geht doch hier um Menschenleben
kann man denn nie nach Frieden streben
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
im Heimatmuseum Sandweier am 3.09.2014
Nr. 1253 aus Band 47