Nacht
Wolkengipfel (858)
Wolkengipfel
Wolkengipfel sind erstrahlt
von der Sonne wie gemalt
Hell schiebt sich die Wolkenwand
über den Himmel, wie am Band
Dunkel werden Täler, Höhn
wenn die Wolken drüber ziehn
Schnell kommt so die Abendstunde
ist die Sonne schon verschwunden
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 858 aus Band 31 )
Ein kleines Licht I (878)
Ein kleines Licht
Ein kleines Licht am Horizont
so weit entfernt, wie wir
erscheint in tausendfacher Form
nur wir sind einmal hier
Die Sterne sind doch wunderschön
kannst du in der Nacht sie sehn
und wandernd in der Abendstund
möcht ich spazieren gehn
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 878 aus Band 32)
Herrlich warm (868)
Herrlich warm
Herrlich warm sind Abendstunden
sommerlich in Frühjahrszeit
wunderschön noch draußen sitzen
Sommer macht sich langsam breit
Winde spielen mit den Blättern
Abends kühlt´s nur langsam ab
Und in sonniglauen Nächten
macht die Seele auch nicht schlapp
Herrlich wird die Zeit genossen
die der Herrgott dir so gibt
und er zeigt mit diesen Nächten
dass als Mensch er dich doch liebt
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 868 aus Band 31)
Anmerkung: Diese Gedicht ist im Mitteilungsblatt der Kolpingsfamilie St. Georg Hildesheim – Itzum, im Juli 2011 abgedruckt worden.
Tagesgespenst (267)
Tagesgespenst
Kennst du das Tagesgespenst der Nacht
das morgens ist erst aufgewacht
Es schaut dich morgens mürrisch an
was hast du ihm denn nur getan
Es mustert dich mit finsterem Blick
und du gibst Freundlichkeit zurück
Du kannst das morgens gar nicht leiden
und willst auch gar nicht mit ihm streiten
Wann ändert sich der mürrische Blick
und kommt die Freundlichkeit zurück
Verschwinde, du Tagesgespenst der Nacht
der Morgen ist erst aufgewacht
und der will schön und fröhlich sein
drum lass den Tag nun endlich allein
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 267 aus Band 7 )
Am Abend kehrt …. (204)
Am Abend kehrt …
Am Abend kehrt jetzt Ruhe ein
der Tag verliert an Kraft
Das Abendrot steht voll im Saft
der Mensch der kehrt jetzt heim
Der Tag der hat jetzt ausgedient
der Mensch der kommt zur Ruh
und nach gemachtem Tagewerk
schließt er die Augen zu
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 204 aus Band 5 )
Kennst du die Zeichen (261)
Kennst du die Zeichen
Kennst du die Zeichen in der Nacht
die an das Himmelszelt gebracht
Kennst du den großen, kleinen Wagen
die du nur siehst an klaren Tagen
Kennst du die ganze Sternenwelt
die an das Himmelszelt gestellt
Genieß die schöne Sternenwelt
die dir das Abendlicht erhellt
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 261 aus Band 7 )
So Mensch (196)
So Mensch
Die rauschenden Blätter
im wiegenden Wind
Die Stille des Abends
die Ruhe der Nacht
Das Plätschern des Wassers
im fließenden Bach
Das Leuchten des Mondes
am Horizont
so Mensch wie wir sind
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 196 aus Band 4)
Das Kerzenlicht (776)
Das Kerzenlicht
Rötlich scheint das Kerzenlicht
als des Abends Nacht einbricht
Wärmend flackernd ist der Schein
leuchtet wie beim Mondenschein
Freudig Herz beim Kerzenschein
wärmend Licht wie Sonnenschein
Schön ist es, wenn Kerzen stehn
So ein Licht ist wunderschön
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 776 aus Band 28)
Die ganze Nacht (746)
Die ganze Nacht
Die ganze Nacht
hat´s nur geregnet
Der Tag, der ist
mit viel Wasser gesegnet
Da gibt es viele Lebenskraft
die später die Sonne
wieder schafft
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 746 aus Band 26)
Die Ruhe der Nacht (729)
Die Ruhe der Nacht
Die Ruhe der Nacht, die ist vorbei
bei dieser Riesenschnarcherei
Nur der, der schnarcht, der merkt dabei
doch nichts von alledem
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 729 aus Band 26)
Das golden Morgenlicht (718)
Das golden Morgenlicht
Das golden Morgenlicht der Sonne
Der Tag erfreut sich seinem Sein
Der neue Tag wird eine Wonne
und das im schönsten Sonnenschein
Die graue Nacht, die ist verschwunden
mit ihr die vielen dunklen Stunden
die die Nacht unheimlich macht
So scheint die Sonne am frühen Morgen
und das nicht erst um halb acht
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 718 aus Band 25)
Langsam erstrahlt (709)
Langsam erstrahlt
Langsam erstrahlt, durch Baum und Äste
hell das Mondlicht kraftvoll vor
In der Schönheit dieses Strahlends
ist es wie ein Himmelstor
Doch die dunklen Wolken am Himmel
decken dieses Schauspiel zu
und durch manche Wolkenlücken
schaut der Mond so toll hervor
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 709 aus Band 25)
Mond und Wonne (702)
Mond und Wonne
Langsam schiebt der Mondenschein
sich in die dunkle Nacht hinein
Er strahlt so hell
als wär´s die Sonne
Der volle Mond
ist eine Wonne
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 702 aus Band 25)
Ein Glockenspiel (686)
Ein Glockenspiel
Ein Glockenspiel klingt hell durch die Nacht
und sanft beschließt der Tag
Der Morgen erwacht kraftvoll in Purpurrot
was er wohl bringen mag
Das Spiel, das klingt bei Tag und Nacht
Dem Wind, dem ist´s egal
In schönen Tönen klingt die Melodie
des Glockenspiels und das viel tausendmal
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 686 aus Band 24)
Sanft entschlummert der Tag I (684)
Sanft entschlummert
Sanft entschlummert der Tag
Geräusche begleiten das
Dunkelwerden der Nacht
Stimmen von Menschen
brechen sich in den Häuserzeilen
Die wellenartigen Töne
der nahen Autobahn
verbinden sich mit dem monotonen Rollen
eines Zuges
Leiser werden die Töne
Ein Flugzeug dröhnt noch am Himmel
und ein Mülleimerdeckel klappert
Straßenlaternen schalten zurück
leise wird der Abend
Die Nacht ist eingekehrt
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 684 aus Band 24 )
Anmerkung: Dieses Gedicht wurde beim
Literarischen Abendspaziergang in Zürich Nord, im August 2016 vorgetragen.