Sonstige Gedichte
Gemäuer (867)
Gemäuer
Dunkel ist es in dem Gemäuer
Zerbrochen ist der alte Krug
Die Spinnen bauen ihre Netze
vorbei die Zeit, als hier bewohnt
Was war´s doch hier mal für ein Leben
viel Trubel und die Heiterkeit
Was würd man dafür denn noch geben
wenn es hier, noch mal so weit
Unheimlich ist das alte Gemäuer
kein Leben mehr in Haus und Flur
Die Feuchtigkeit tropft von der Decke
nur Mäuse ziehen ihre Spur
Vorbei für Menschen hier das Leben
der Frohsinn und die Heiterkeit
Den Krug wird keiner mehr noch kleben
Gemäuer in der Dunkelheit
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 867 aus Band 31)
Am Wiesenrain (864)
Am Wiesenrain
So schreite ich am Wiesenrain
und seh ein Blümelein stehn
Die Schönheit überwältigt mich
Mein Herz ist am Vergehn
Es ruft, schau bitte mich nur an
und lass mich hier auch stehn
Denn jeder, der vorübergeht
dem wird sein Herz vergehn
So geh ich traurig von dem Ort
im Herz das Blümelein
Es blüht darin so wunderbar
als wär´s für mich allein
Bald geh ich wieder zum Wiesenrain
und schau ob mein Blümelein noch steht
Die Schönheit überwältigt mich
hoffentlich bleibt es noch lang so schön
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 864 aus Band 31)
Du herrlich Blick (847)
Du herrlich Blick
Du herrlich Blick
aus großen Höhen
gegönnt sei dir
der Sonnenstrahl
Was kann der
weite Blick all sehen
hinab im tiefen
langen Tal
Der Rhein der
schlängelt durch die Auen
Vogesenberge
Täler, Höhn
Und weit im hinteren
deines Blickes
der Pfälzer Wald
von dannen zieht
Wie herrlich grün
sind hier die Berge
der weite Blick
durchs grüne Tal
Im Sonnenstrahl
die vielen Berge
und Tal, durch das
der Rhein sich zieht
Du darfst hier wohnen
Deine Heimat
aus der´s dich schwer
von dannen zieht
Autor: © Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr.847 in Band 30)
Sanft bläst (851)
Sanft bläst
Sanft bläst der Wind
Freudig sind die Sonnenstrahlen
die dein Herz streicheln
wie das Blau des Himmels
oder das Blühen der Blumen
die an deinem Wegesrand
deines Lebens stehen
Schaue mit lächelndem Herzen
auf die Vielfalt der
wunderschönen Natur
und genieße die Tage
der Sonne, die dein
Leben begleiten, wie
das Abendrot des Tages
die auch Stunden der
Dunkelheit mit sich bringen
Lebe im Einklang mit Dir
und freue dich deiner Tage
mit Fröhlichkeit und Freude
Sanft sei die Welt zu dir
Autor: © Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr. 851 aus Band 31)
Die Muse (825)
Die Muse
Nimm doch ne Flasche Wein am Abend
und eine Kerze noch dazu
Dann lässt du dich in Stimmung tragen
der Mond, der scheint dir dabei zu
Du bleibst so gern am Balkon sitzen
Der Himmel zeigt dir jeden Stern
Die Hand lässt nun den Bleistift flitzen
Die Muse, die hat dich doch gern
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 825 aus Band 29)
Fastnachtszeit (823) II
Fastnachtszeit
Viele Menschen
auf den Straßen
Es ist Fastnachtszeit
Viele Menschen
Späße machen
Es ist Fastnachtszeit
Viele Freunde
die sich treffen
In der Fastnachtszeit
Wenn sie
sich noch später binden
durch die Fastnachtszeit
Feiern viele
schöne Stunden
In der Fastnachtszeit
Schön, wenn sich
die Menschen finden
In der Fastnachtszeit
Sich durch Freude
wieder finden
durch die Fastnachtszeit
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 823 aus Band 29)
Ausgeruht (820)
Ausgeruht
Ausgeruht
am frühen Morgen
von dem Schlaf
der in der Nacht
Kannst bis abends
viel besorgen
was der Tag
so angebracht
Mühevoll
sind viele Stunden
die der Tag
so hat vollbracht
Ist man froh
es kommen die Stunden
bis man morgens
aufgewacht
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 820 aus Band 29)
Tagesgespenst (267)
Tagesgespenst
Kennst du das Tagesgespenst der Nacht
das morgens ist erst aufgewacht
Es schaut dich morgens mürrisch an
was hast du ihm denn nur getan
Es mustert dich mit finsterem Blick
und du gibst Freundlichkeit zurück
Du kannst das morgens gar nicht leiden
und willst auch gar nicht mit ihm streiten
Wann ändert sich der mürrische Blick
und kommt die Freundlichkeit zurück
Verschwinde, du Tagesgespenst der Nacht
der Morgen ist erst aufgewacht
und der will schön und fröhlich sein
drum lass den Tag nun endlich allein
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 267 aus Band 7 )
Morgendliche Nebelschwaden (260)
Morgendliche Nebelschwaden
Morgendliche Nebelschwaden
legen sich feucht auf jeden Rasen
glitzernd sich das Morgenlicht
an den Rasenspitzen bricht
Tropfen rollen auf den Boden
werden von diesem aufgesogen
bis die warmen Morgenstrahlen
den Rasen wieder im Nebel baden
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 260 aus Band 7 )
Die Kate steht im Sonnenlicht (291)
Die Kate steht im Sonnenlicht
Die Kate steht im Sonnenlicht
das Reetdach sich im Lichte bricht
Das Mauerwerk im Schatten steht
Das Windrad sich im Winde dreht
Die Kate glänzt in ihrer Pracht
das Alter hat sie schön gemacht
Die Handwerkskunst aus früher Zeit
im schönen Patina der langen Zeit
Wird dieses Mauerwerk gepflegt
die Kate noch eine Weile steht
und jeder, der vorübergeht
sich freut, dass diese Kate steht
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 291 aus Band 8 )
So Mensch (196)
So Mensch
Die rauschenden Blätter
im wiegenden Wind
Die Stille des Abends
die Ruhe der Nacht
Das Plätschern des Wassers
im fließenden Bach
Das Leuchten des Mondes
am Horizont
so Mensch wie wir sind
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 196 aus Band 4)
Menschen hasten (195)
Menschen hasten
Menschen hasten
Menschen rasten
Menschen gehen
hin und her
Auf und nieder
immer wieder
rauf und runter
immer bunter
ist die Welt
in der wir leben
oder streben
nach besserem Leben
Menschen rasten
Menschen gehen
hin und her
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 195 aus Band 4)
Besinnliche Ruhe (194)
Besinnliche Ruhe
Besinnliche Ruhe
im Kirchengewölbe
Jahrhunderte alt
des Baumeisters würdig
Mit innerer Kraft
die Schlichtheit
sie strahlt
mit Würde
und Glanz
Die Ruhe besiegt
das innere Herz
im Kirchengewölbe
Jahrhunderte alt
Autor und Foto: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 194 aus Band 4)
Was nützen die Sinne (189)
Was nützen die Sinne
Was nützen die Sinne
was nützt das Herz
wenn es voll Trauer
und so voll Schmerz
Und toben die Sinne
da tobt auch das Herz
da kann es vertreiben
was war einmal Schmerz
Es toben die Sinne
es schlägt das Herz
wenn es voll Freude
und auch ohne Schmerz
Da lachen die Sinne
da freut sich das Herz
da geht’s nicht nach unten
nur noch himmelwärts
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 189 aus Band 4 )
Blumen auf den Wiesen (184)
Blumen auf den Wiesen
Blumen auf den Wiesen blühen
Vögel über Dächer fliegen
Menschen gehen auf den Wegen
In die Kirche für Gottes Segen
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 184 aus Band 4 )

