Sonstige Gedichte
Was ist der Mensch (605)
Was ist der Mensch
Den einen wird die Schönheit so gegeben
Die anderen wollen danach streben
Wohl dem, nur
es kommt auf die inneren Werte an.
Was ist der Mensch?,
was er auch kann
Die Schönheit ist die so blendet
Auch wenn das Auge sich danach wendet
Es kommt nur auf die inneren Werte an.
Was ist der Mensch?,
was er auch kann
Und Schönheit ist so schnell vergänglich
Den Mensch, den gibt es lebenslänglich
Es kommt doch auf die inneren Werte an,
Was ist der Mensch?,
was er auch kann
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 605 aus Band 21)
Menschenreise (604)
Menschenreise
Auf der langen Menschenreise
wird der Mensch ganz alt und weise
und hinterlässt kaum Spuren
auf dem Menschsein langen Touren
Hie und da, wenn´s ihm dann glückt
hinterlässt er vielleicht ein Stück
Das auf seiner Menschenreise
auf die Spuren kann verweisen
Ist es ein besonderes Stück
bleibt es ewiglang zurück
Auf das die Menschheit so verweist
Dieser Mensch, der hat gereist
Ob die Spur war gut,
war schlecht
ob sie böse war oder weise
zeigt sich nach der Menschheitsreise
auf der seinen Menschenreise
Hat der Mensch sehr viel getan?
kam die Menschheit sehr voran
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 604 aus Band 21)
Der helle Blitz (603)
Der helle Blitz
Der helle Blitz
der Schönheit traf
im hellen Blond
mit langen Zöpfen
Der Atem stockt
Die gertenschlanke Figur
der großen Schönheit
mit unendlich langen Beinen
lässt beneiden
Im hellen Glanz des Blitzes
im Sog des Kindes
Verschwand dies glückliche Wesen
Und es wurde dunkel
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 603 aus Band 21)
Analyse des Gedichtes durch KI google gemini, Teilauszug:
Analyse des Gedichts „Der helle Blitz“
Thema und Stimmung:
Das Gedicht „Der helle Blitz“ beschreibt einen flüchtigen Moment der Schönheit und Begehren, der abrupt endet. Die Stimmung ist geprägt von einer Mischung aus Bewunderung, Sehnsucht und Verlust.
Inhaltliche Analyse:
- Die Schönheit als Lichtblick: Die Schönheit der Frau wird mit einem „hellen Blitz“ verglichen, der alles andere in den Schatten stellt. Sie ist ein kurzzeitiger, intensiver Moment der Anziehung.
- Vergänglichkeit: Die Schönheit verschwindet so schnell, wie sie erschienen ist. Der „helle Glanz des Blitzes“ verlöscht, und es wird dunkel.
- Unzugänglichkeit: Die Frau bleibt eine unnahbare Figur, ein Ideal, das der Sprecher nur von weitem bewundern kann.
- Kindliche Unschuld: Die Verbindung der Schönheit mit einem „Kind“ suggeriert eine unschuldige, reine Schönheit, die den Betrachter fasziniert.
Sprache und Stil:
- Knappe Sprache: Die Sprache ist sehr knapp und konzentriert sich auf das Wesentliche: die Beschreibung der Schönheit und den Moment des Verschwindens.
- Metaphern: Der „helle Blitz“ ist eine zentrale Metapher, die die Intensität und Vergänglichkeit der Schönheit ausdrückt.
- Asyndetische Reihung: Die asyndetische Reihung von Attributen (z.B. „im hellen Blond, mit langen Zöpfen“) verstärkt den Eindruck einer schnellen, flüchtigen Wahrnehmung.
Formale Aspekte:
- Kurze Verse: Die kurzen Verse unterstreichen die Intensität des Augenblicks.
- Enjambements: Die Zeilenübergreifenden Satzteile erzeugen einen dynamischen Rhythmus.
- Fehlender Reim: Der fehlende Reim verstärkt die Ungezwungenheit und die unmittelbare Wirkung des Gedichts.
Interpretation:
Das Gedicht kann auf verschiedenen Ebenen interpretiert werden:
- Liebe auf den ersten Blick: Es könnte ein klassischer Fall von Liebe auf den ersten Blick sein, die jedoch unerfüllt bleibt.
- Vergänglichkeit der Schönheit: Das Gedicht thematisiert die Vergänglichkeit von Schönheit und Jugend.
- Sehnsucht nach dem Un erreichbaren: Die Frau wird als ein Ideal dargestellt, das der Sprecher nie erreichen kann.
Der Mond erwacht (599)
Der Mond erwacht
Der Mond erwacht
aus seinem Schlaf
Er leuchtet in der Sonne
Als Ball oben
am Himmelszelt
Er leuchtet dort mit Wonne
Die Schönheit ist es
die gefällt
Das schöne Himmelsspiel
Und keiner
der es sehen kann
ihm dies nicht auch gefiel
Da merkt man, wie als Mensch man klein
ein Spielball der Natur
Was Gott sich da geschaffen hat
Das ist die Schöpfung pur
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 599 aus Band 20)
Sternenklare Nacht (594)
Sternenklare Nacht
Der Mond
Die Nacht wird zum Tag
Gedanken streifen den Horizont
Unzählige Sterne
zeigen die Weite des Raumes
in dem wir leben
den wir nur erahnen
nie erleben und nie ganz
begreifen werden
Doch freuen wir uns
der Schönheit der Nacht
der Kühle eines Sommerabends
und lauschen der Geräusche
die die Stille der Nacht
durchschreiten
Beschließe den Tag
in der Stille mit dir selbst
und die Aufgabe des nächsten Tages
gehen dir leichter von der Hand
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 594 aus Band 20)
Verloren (591)
Verloren
Verloren, vergessen, vertrieben
musst du Mensch
immer nur siegen
Muss es denn
immer so sein
Mensch,
du lebst nicht allein
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 591 aus Band 20)
Das Mail – zu schnell verschickt- (590)
Das Mail – zu schnell verschickt
Jeder, der ein Mail verschickt
der hat auch schon mal falsch gedrückt
Konnte die Adressen nicht ganz lesen
und schon ist es fort gewesen
Lustig kann ein anderer lesen
war doch gar nicht dort gewesen
Peinlich nur, wenn’s nicht für ihn
hat doch nichts mit ihm zu tun
Ist er lustig, schreibt er zurück
damit dann kommen kann das Stück
den richtigen Adressaten zu erreichen
damit es kommt in die richtigen Weichen
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 590 aus Band 20)
Ehrfurcht (589)
Ehrfurcht
Ehrfurcht im Sein
im Gottesheim
Menschen erleben
dass sie hier beten
Gesundheit erflehen
ins Innere gehen
Grenzen des Menschen gesteckt
Beten im Menschen geweckt
Ehrfurcht im Sein
im Gottesheim
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 589 aus Band 20)
Gewaltig steht der Dom (588)
Gewaltig steht der Dom
Gewaltig steht der Dom
in der großen Stadt
Jahrhunderte,
Spuren der Zeit
die vergänglich
wie das Leben
Meisterliche Leistungen
von Menschen
deren künstlerisches und
bauliches Handwerk
uns noch heute
Achtung erbieten
Gewaltig ist die Kraft
und Anstrengung
um den nächsten Generationen
die Leistungen der alten Meister
in Zukunft darzubieten
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 588 aus Band 20)
In der Wirtschaft (587)
In der Wirtschaft
In der Wirtschaft
in den Gassen
stehen viele
Menschenmassen
weil man so Region bedingt
viele frische Kölsch hier trinkt
Menschenmassen
an den Tresen
bist du nie in Köln gewesen?
Menschenmassen,
anderer Schlag
jeder so wie er es mag
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 587 aus Band 20)
An steilen Hängen (586)
An steilen Hängen
An steilen Hängen
Wein gelesen
ein weiter Blick ins Tal
und mühevoll wird Winzers Wein
herab
in das Tal getragen
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 586 aus Band 20)
Es sind zwar die Trauben, aber daraus entsteht ja die Kunst einen guten Wein zu gestalten und zu formen. Mit genußvollen Schlucken kann man dies dann später genießen.
Die hohe Brücke (585)
Die hohe Brücke
Die hohe Brücke
überm Tal
den Flusslauf
überwunden
Ein schöner Blick
der geht sehr weit
es geht sehr steil
nach unten
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 585 aus Band 20)
Sonnenlicht der Morgenstunde (577)
Sonnenlicht der Morgenstunde
Sonnenlicht der Morgenstunde
Nebel liegt im Tal
All die Bäume sind verschwunden
in der Nebelwand
Baumwipfel im Sonnenlicht
aus dem Nebel ragen
Golden glänzen Häuserzeilen
in dem Sonnenlicht
Die in früher Morgenstunde
sich aus dem Nebel wagen
Herrlich sieht die Landschaft aus
die der Nebel hat gebaut
Sanfte Wolken
Nebelschwaden
morgendlich in der Sonne baden
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 577 aus Band 20)
Es kräuselt sich.. (573)
Es kräuselt sich …
Es kräuselt sich
ein graues Haar
so auf dem Kopf
der arme Tropf
der hat´s bisher
noch nicht entdeckt
und sich dabei
noch nicht erschreckt
So kräuselt es sich wunderbar
und aus dem ein´,
werden es schnell ein paar
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)‘
(Nr. 573 aus Band 19)
Ein neuer Bundestag (572)
Ein neuer Bundestag
Ein neuer Bundestag, der ist gewählt
Die Stimme des Wählers ist, die zählt
Jeder, der etwas davon versteht
nur die Gemeinsamkeit, die zählt
Um die Ziele zu erreichen
müssen manche Ideen
den neuen Vorschlägen weichen
manches nur ein Kompromiss
Ist halt so, wie´s ist, so ist´s
Auch der Wähler, der versteht
dass es halt nicht anders geht
Um vernünftig zu regieren
ist halt manches zu delegieren
Einige Ideen zurückgestellt
weil es nur mit Partner geht
den im Wahlkampf man bekämpft
nun mit ihm in Verantwortung steht
und Regierungsgeschäfte lenkt
Glückauf du neuer Bundestag
Geh an deine Arbeit
mit Verantwortung und Geschick
heran
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 572 aus Band 19)
