Angst
Gib mir bitte (663)
Gib mir bitte
Oh Herrgott, gib mir bitte Kraft
dass dieser Krebs mich nicht noch schafft
Ich werd Dir immer dankbar sein
lass mich mit diesem Krebs nicht ganz allein
Oh Herrgott, gib einem kleinen Sünder
die Kraft und wieder Lebensmut
und gib zur Heilung deinen Segen
dem Menschen hilft´s, wenn Du gibst Mut
Autor: © Gerhard Lewina (*1949)
(Nr. 663 aus Band 23)
Gefühle II (661)
Gefühle
Gefühle in Angst und Hoffnung
fahren gemeinsam Achterbahn
im täglichen Sein
Schweißperlen des Lebens
tropfen in den Garten des Hoffens
und netzen ein Pflänzchen des Menschseins
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 661 aus Band 23)
Möchte Sieger sein (658)
Möchte Sieger sein
Ich möchte doch der Sieger sein
und ohne Schmerzen kehren heim
Ich möcht den schlimmen Krebs besiegen
er soll mich doch nicht unterkriegen
Ich möcht, dass er mich in Ruhe lässt
und möchte feiern ein freudiges Fest
Ich will, dass er von dannen geht
für mich ist es hoffentlich noch nicht zu spät
Ich möchte doch in die Rente gehen
und meine Enkel möcht ich später sehen
Ich möchte Regen, Sonne sehn
am schönen Strand spazieren gehen
Ich möchte schreiben kunterbunt
Gedichte bis die Finger wund
Ich möchte einmal Sieger sein
und ohne Krebs, für mich allein
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 658 aus Band 23)
Anmerkung: Dieses Gedicht wurde im
RBS-Bulletin Themenheft Nr. 2 Seite 48, Krebs im Alter, Center fir Altersfroen L-5955 Itzig, März 2012 abgedruckt.
Nie mehr sehn (657)
Nie mehr sehn
Ich will die Schleuse
nie mehr sehn
Ich will durch diese Schleuse
nie mehr gehn
Ich will mit Kraft
diesen Krebs besiegen
Er soll mich nie mehr
unterkriegen
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 657 aus Band 23)
Achterbahn (656)
Achterbahn
Das Leben, das fährt Achterbahn
unsanft fliegst du aus der Spur
Vom schönen Hoch, hinab ins Tal
wohin führt der Weg denn nur?
Die Kraft des Schwungs
die brauchst du nun
um wieder hoch zu kommen
Hoffend keine Steine liegen quer
um wieder rauf zu kommen
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 656 aus Band 23)
Die Seele I (655)
Die Seele
Die Seele regnet tränenreich
den Schmerz vom Lebensbaum
Unsanft zerplatzt der schöne Traum
vom Lebenshimmelreich
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 655 aus Band 23)
Reich mir … (654)
Reich mir
Reich mir die Hand
zum Leben
Das Leben zu verstehn
und lass in schweren Stunden
die Hand nie wieder gehn
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 654 aus Band 23)
Horizont (653)
Horizont
Dunkle Wolken ziehen am Horizont
Die Sonne ist verschwunden
Der Alltag, der ist nicht mehr bunt
der Krebs hat mich gefunden
Verschwinden soll die böse Macht
möcht sie nie wieder sehn
und möcht in mancher schönen Nacht
die Sterne wieder sehn
Möcht freuen mich auf Sonne, Wind
auf schöne bunte Zeit
möcht einfach nur am Strand so stehn
übers Wasser schauen weit
Die Sonne soll den Tag erfreun
möcht bunte Farben sehn
möcht freudig durch die Tage gehn
Nie mehr nach Rückwärts sehn
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 653 aus Band 23)
Warum ? (652)
Warum?
Warum geht dieser Kelch denn nur
bei mir denn nicht vorüber
warum bleibt dieser Kelch denn nur
bei mir schon wieder stehn
Ich hab aus diesem Kelch doch schon
einen kräftigen Schluck genommen
und bin von diesem Schluck doch schon
noch immer ganz benommen
Wer hat mir diesen Kelch gereicht
der die Zukunft angstvoll macht
Verschwinde doch du böse Macht
für mein Leben hat´s gereicht
Oh Kelch, geh doch an mir vorbei
bleib nie mehr bei mir stehn
und lass, wenn diese Tour vorbei
dich nie mehr wieder sehn
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 652 aus Band 23)
Dunkle Wolken II (651)
Dunkle Wolken
Dunkle Wolken in den Gedanken
tragen das Licht der Hoffnung
in die Dunkelheit der Nacht
Das Grau der Angst
verbindet sich
mit dem hellen Licht der Hoffnung
in der das Pendel des Lebens
seinen Takt
auf dem steinigen Weg
der menschlichen Hoffnung schlägt
Die Kraft der Bewegung
treibt die Zuversicht
aus den Tiefen der Angst
in die Wolken des hellen Lichts
der Hoffnung und des menschlichen Seins
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 651 aus Band 23)
Lebt und genießt (638)
Lebt und genießt
Lebt und genießt
die Freiheit der Völker
ohne Kriege und Leid
Vernichtet die
Waffen der Unterdrückung
des Hasses und Todes
Lebt
Denn vor euerem Gott
seid ihr eine
einzigartige Schöpfung
Die nur er erschaffen hat
und die ihr nicht
vernichten sollt
Schenket die Liebe
und Zuneigung eueres Gottes
auch anderen Menschen
die zwar nicht an eueren Gott, aber
auch an die einzigartige
Schöpfung ihres Gottes glauben
Ihr habt kein Recht
diese Schöpfung
zu vernichten
Denn auch diese
sind Menschen wie du
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 638 aus Band 22)
Die Angst ist zurück (631)
Die Angst ist zurück
Die Angst ist zurück,
fehlt bald wieder ein Stück?
Die Angst und die Not
sind noch nicht ganz tot
Ich leb doch so gerne
in Nah und in Ferne
Möcht Enkel erleben
mit Freude am Leben
Möcht bei Euch doch sein
und nicht ganz allein
Ich möcht es überwinden
Die Angst soll verschwinden
Will Schmerzen nicht haben
Die Angst will ich verjagen
Doch die Angst ist zurück,
fehlt bald wieder ein Stück?
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 631 aus Band 22)
Solidarität und Verantwortung (619)
Solidarität und Verantwortung
Verantwortung
das hört man sagen
soll man immer mehr
doch selber tragen
Verantwortlich für dich bist du
das flüstert man dir immer zu
Du sollst nun alles selber wissen
und wirst dabei doch nur beschissen
Man sollte dabei auch an die Menschen denken
die ihr Schicksal können nicht selber lenken
Solidarität man dabei vergessen lässt
Das gibt doch vielen nur den Rest
Die Grundversorgung, die muss sein
verloren geht der Mensch sonst ein
Mit Freiheit hat dies nichts zu tun
Denn Solidarität die darf nie ruhn
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 619 aus Band 21)
Das ist nun das 426. verwendete Gedicht von mir (gewanderte Gedicht) in der Ausgabe Nr. 5, Auflage 750 Exemplare, Seite 10, des Feuerbach-Boten, des Domicil Seniorenpflegeheimes in Berlin Feuerbachstraße.
Das Gewitter (595)
Das Gewitter
Es blitzt, es donnert und es kracht
Der Mensch, der um den Schlaf gebracht
wacht auf, ist ängstlich und ist böse
über den Krach, den Lärm und das Getöse
Gewaltig ist die Kraft,
Natur
unbändig ist das Sein
Der Mensch als Spielball der Natur
kann da nur ängstlich sein
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 595 aus Band 20)
Besuch in der Heimat (593)
Besuch in der Heimat
Verlorene Heimat
Die Spannung steigt
Gefangen in Erinnerung
In Trauer und Leid
Vergangen die Zeit
Die Schmerzen und Wunden
Vertrieben um zu leben
Doch die Heimat ist fort
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 593 aus Band 20)