Angst
Verloren (591)
Verloren
Verloren, vergessen, vertrieben
musst du Mensch
immer nur siegen
Muss es denn
immer so sein
Mensch,
du lebst nicht allein
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 591 aus Band 20)
Der halbe Mond (580)
Der halbe Mond
Der halbe Mond, der scheint herab
er leuchtet in der Sonne
Und auf dem Mast ein Vogelpaar
es flirtet, das mit Wonne
Das Frühjahr ist eine schöne Zeit
wenn alles grünt und blüht
und alle sind dazu bereit
der Mensch um Mensch bemüht
Genießen will ich jeden Tag
nach all der schweren Zeit
und hoffen, dass der Herrgott auch
sich lässt eine Weile Zeit
Zu schön ist es auf dieser Welt
einfach so jetzt schon zu gehn
Oh Herrgott, lass doch bitte mich
noch meine Enkel sehn
Ich möchte ihnen Vorbild sein
möcht Freude ihnen schenken
möcht sehen, wie sie erwachsen werden
und sie ihr Leben lenken
Auch wenn ich dann schon alt und grau
die Zeit für mich vorbei
möcht sagen, dass ich gern da war
es war nicht einerlei
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 580 aus Band 20)
Der Berg ist leer (571)
Der Berg ist leer
Der Berg ist leer
kein Baum, kein Strauch
von einem Sturm, wie leergefegt
und von dem Mensch der Rest zerlegt
Nur mühsam erholt sich die Natur
von dieser extremen, besonderen Zäsur
Doch sie erholt sich
die Natur
es ist, als sei es eine Kur
um wieder sich zurück zu finden
muss die Natur sich manchmal schinden
Es ist der Mensch, der nun mehr stört
und damit die Natur zerstört
Der Mensch in „ seiner Klugheit“ ist´s
der diesen Kreislauf öfters bricht
Nur wenn der Mensch sich auf die Natur besinnt
die Natur nur dadurch wieder gewinnt
Um sich wieder zu erholen
nach den Stürmen,
nach dem Toben
Es wieder blüht und wieder grünt
sich die Natur mit Mensch versühnt
Doch die Natur braucht ihre Zeit
um nach dem Sturm,
sie ist gereift
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 571 aus Band 19)
Freunde zu haben (561)
Freunde zu haben
Freunde zu haben
das kann man sagen
die einen tragen
in schwerer Zeit
Ist wie das Leben
und ist wie Schweben
Es ist das Glück
zum Leben zurück
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 561 aus Band 19)
Nie wollte… (556)
Nie wollte ….
Nie wollte ich in meinem Leben,
so ernsthaft werden und gepiekst
Jetzt muss ich, denn es geht ums Leben
und hoffen, dass der Krebs besiegt
Ich füg mich diesen traurigen Stunden,
weil am End des Tunnels
ich das Licht noch seh
Da schmerzt der Stich der langen Nadel
lang nicht mehr so,
denn Schmerz vergeht
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 556 aus Band 19)
Ein Sturm fegt (570)
Ein Sturm
Ein Sturm tobt
über´s weite Land
und Bäume
brechen
die Äste fliegen
ins Dickicht
in dem
ein Fuchs sucht
seinen Bau
und Menschen eilen
um Schutz zu suchen
wie die Tiere
geduckt
streckend
denn Sturm
fegt über´s weite Land
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 570 aus Band 19)
Menschenleben II (536)
Menschenleben
Menschenleben nicht viel wert
die Wassermassen schießen
Ach wenn die Kraft des Wassers nur
sich Einhalt gebieten ließe
Viel Elend bringt des Wassers Flut
reist Brücken fort und Dämme
Ergießt sich braune Wasserflut
durch Haustür, Bad und Gänge
auf Nimmerwiedersehen
Erschrocken steht der Mensch davor
was kraftvoll ist geschehen
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 536 aus Band 18)
Wassermassen (535)
Wassermassen
Wassermassen schwellen hervor
reisen Baum mit Rinde
in den strudelnden Wasserchor
dass man ihn nicht findet
Kraft des Wassers ungezähmt
kann die Kraft gestalten
Kraftvoll an dem Damm gezehrt
wird der Damm wohl halten?
Ruhig fließt das Wasser fort
als wär gar nichts geschehen
Nichts mehr vom strudelnden Wasserchor
das Wasser sein Bachbett findet
Der Mensch bleibt so entsetzt zurück
versucht den Schaden zu beheben
Der Wassermassen Ungestüm
möcht er nicht mehr erleben
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 535 aus Band 18)
Das Krankenhaus (514)
Das Krankenhaus
Das Krankenhaus in unserer Stadt
es hilft so vielen Menschen
Die Schwestern geben ihnen Kraft
Gesundheit, die soll helfen
In vielen Stunden Dienst sie tun
zum Wohle der Patienten
Im Krankenhaus in unserer Stadt
dort arbeiten viele Menschen
Die Menschlichkeit und Schaffenskraft
helfen den Patienten
Das Krankenhaus in unserer Stadt
seid froh, dass wir eins haben
Die Arbeit, die wird dort getan
um Krankheit zu verjagen
Im Krankenhaus in unserer Stadt
da lebt die Menschlichkeit
auch wenn die Freude und das Leid
nicht weit sind auseinander
Im Krankenhaus in unserer Stadt
da bist du ja nur Gast
Wenn du dort geheilet wirst
da war´s für dich wie eine Rast
Das Krankenhaus in unserer Stadt
dort wird dir gern geholfen
Den Helfern dankst du für das Freundlichsein
und gehst auch gerne wieder heim
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 514 aus Band 17)
Die Schleuse (512)
Die Schleuse
Hier liegst du nun
kannst nicht davon
was sie ja wohl
mit dir machen
Bedrohlich wirkt
die Schleuse nun
sie ist wie ein
großer Drachen
Nun geht es los
du musst da durch
durch diese Schleuse
geschoben
Und bittest noch
um gute Gunst
um Gnade noch von oben
Du liegst nun drauf
auf diesem Bett
So starr wie eine Säule
und schon geht´s los
die pure Angst, die Trauer, das Geheule
Die Schwester betreut
und redet mit dir
versucht dir Angst zu nehmen
Der Narkosearzt kommt
ein Mittelchen spritzt
und du beginnst
zu entschweben
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 512 aus Band 17)
Das tiefe Tal (509)
Das tiefe Tal
Das tiefe Tal im Leben traf mich,
traf mich wie eine Keule
So unvermindert traf es zu
ich konnte nur noch heulen
Der erste Schritt, der ist getan
mit wirklich guter Hilfe
und hoffe nun, es geht weiter so voran
läuft alles nach der Ärzte Plan
Den Berg, auf den ich klettern will
den muss ich noch erklimmen
Möcht auf den Weg zurückschauen können
und meinen Helfern danken
dass sie mich aus dem Tal befreit
in dem ich konnt nur wanken
Der Blick , die Weite, die mich freut
hoff ich noch lang zu sehen
und nicht mehr in dies Tal rein muss
um Schmerz und Leid zu erleben
Dank allen, die mir Motor sind
mich auf den Berg zu bringen
und möchte dann in freudiger Stund
ein Lied mit ihnen singen
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 509 aus Band 17)
Frau Doktor (505)
Frau Doktor
Frau Doktor in ihrer feinen Art
Patienten zu verzaubern mag
Sie nimmt mit ihrer Fröhlichkeit
die Angst, den Schmerz und auch das Leid
Sie hilft bei manchen traurigen Stunden
zu kommen über diese schweren Runden
Sie gibt den Menschen viel Vertrauen
und kann auf ihre Erfahrung bauen
Sie ist ein Leuchtturm, Hoffnung, Glück
da gibt man gerne was zurück
Sie möchte, dass man gesund heimkehrt
Das ist, was ihre Leistung ehrt
Sie lässt im Umgang mit den vielen Menschen
immer ihre Menschlichkeit erkennen
So freut man sich, wenn man sie sieht
Beim traurigen Menschen die Freude einzieht
Frau Doktor, man zieht vor ihnen den Hut
als Mensch, als Frau, Sie tun sehr gut
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 505 aus Band 17)
Der Gute Geist (500)
Der gute Geist
Der gute Geist der Nacht
der über dein Leben wacht
und alles für deine Gesundheit macht
verdient deinen Respekt und deine Acht
Alles was er für dich tut
ist für dich unheimlich gut
gibt dir Kraft und Sonnenschein
leuchtet in deine Seele rein
und ist für dich so fein
Hilft dir in deinen schweren Stunden
fröhlich und mit Sonnenschein
Nimm die Fröhlichkeit und Freude
mit dir später auch noch heim
Dank den Menschen, die dies tun
die dir Kraft und Freude geben
denn mit der Kraft dieser Menschen
bleibst du gerne noch am Leben
Dank diesen Geistern
dank ihrer Kraft
wenn sie für dich auch waren
völlig unbekannt
Schenk ihnen ein lächeln
für dich ist es leicht
und bei ihrer schweren Arbeit
es ihnen zur Hilfe gereicht
Dank diesen Geistern
die für dich viel vollbracht
sie haben viele Stunden
über dein Leben gewacht
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 500 aus Band 16)
Anmerkung: Dieses Gedicht wurde im
Magazin 25, ElfenauPark Bern, Schweiz, Ausgabe Januar-Februar 2011 auf Seite 17 abgedruckt.
Die Schwester (499)
Die Schwester
Die Schwester schaut dir ins Gesicht
Sie gibt dir Lebensmut
Ihr Lachen und ihre Freundlichkeit
die tut unendlich gut
Sie steht mit ihrer Schaffenskraft
den Patienten stets zur seit
und für alles was du als Patient nicht kannst
ist sie immer dazu bereit
Gibst du zurück einen freundlichen Blick
sagst Danke noch dazu
das ihre Arbeit erleichtert wird
Die Heilung bekommst ja du
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 499 aus Band 16)
Das Unbekannte (497)
Das Unbekannte
Das Unbekannte in mir ruht
was wird die Zukunft bringen
Was schnell, so aus der Bahn mich warf
was wird der Alltag bringen
Ich hoffe auf Gesundheit nur
das sie mir wird gegeben
und kann damit noch viele Jahr
auf dieser Welt noch Leben
Diesen Spuck den möcht ich wirklich nur
nur einmal so erleben
und Herrgott gib mir Bitte dann danach
ein gesundes besseres Leben
@2005
Warum muss man denn zum Zweiten mal
den Spuck nochmals erleben
Die Hoffnung an den Herrgott geht
Lass mich doch Bitte leben
@2007
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 497 aus Band 16)