Trauer
Sanft entschlummert (983)
Sanft entschlummert
Friedlich ist sie sanft entschlummert
Traurig stehst du nun davor
Lebt doch weiter in der Seele
Öffnet für sie das Himmelstor
Autor ©Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr. 983 aus Band 36)
Plötzlich (834)
Plötzlich
Plötzlich verschwunden
von der Welt
was sind die
Schmerzen groß
Warum musste dieses
nur geschehn ?
Die Trauer
ist so groß
Autor © Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr. 834 aus Band 30)
Beliebter Mensch (833)
Beliebter Mensch
Beliebter Mensch
bist nicht mehr da
vertraut waren
deine Worte
Du wohnst nicht mehr
in dieser Welt
weilst fort am
anderen Orte
Beliebter Mensch
du lässt uns hier
entsetzt, verschreckt zurück
„Uns fehlen deine Worte“
Autor © Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr. 833 aus Band 30 )
Ich war da (611)
Ich war da
Ich war da
Vergesst all das Leid
Hat mich gefreut
mit Euch zu leben
Schön waren die Stunden
Mit Euch gefunden
all so mein Glück
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 611 aus Band 21)
Dieser Mensch (474)
Dieser Mensch
Dieser Mensch in seiner Niedertracht
der anderen immer nur Ärger macht
bis dass das ganze Haus erbebt
das Haus, in dem er auch noch lebt
Der auch nur immer Ärger sucht
als wenn den Ärger er gebucht
Was muss der Mensch doch zerfressen sein,
in seinem Inneren und seinem Sein
Die „Krankheit“ ihn zum Ärger treibt
Vielleicht ist es bei ihm auch nur das Weib?
Das allen Menschen macht Verdruss
und alles ohne einen Gruß
Der Mensch, der ist doch gar nicht fein
in seinem Tun und seinem Sein
Wenn man so verlassen ist
und das Menschsein ganz vergisst,
nur noch zu bedauern ist
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 474 aus Band 15)
Freu dich (435)
Freu dich
Freu dich, wenn Du ihn gekannt
Freu dich, wenn Du mit ihm verwandt
Freu dich, er hat keine Schmerzen
Behalte ihn freudig in deinem Herzen
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 435 aus Band 14)
Eintausend Worte (425)
Eintausend Worte
Eintausend tröstende Worte
Eintausend schöne Blumen
Eintausend Freunde
werden einen schmerzlichen
Verlust nicht lindern
Aber an tausend gemeinsame
freundliche Worte im Leben
wirst Du dich
dein Leben lang erinnern
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 425 aus Band 13)
Es kam die Zeit (420)
Es kam die Zeit
Es kam die Zeit
die Lieb war tot
verlor sie sich
im Abendrot
Es kam die Zeit
der Schmerz saß tief
weil es doch noch
nach der Liebe rief
Es kam die Zeit
die Wunden heilt
es ist zur Liebe
wieder Zeit
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 420 aus Band 13)
Der Tod (405)
Der Tod
In Worte fassen
es geht nicht
es ist nicht zu begreifen
Zu schmerzlich ist doch
der Verlust
der nach dem Sinn
des Lebens ruft
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 405 aus Band 13)
Du bist doch … (136)
Du bist doch …
Du bist doch ohne Hemd gekommen
und deine Zeit ist bald verronnen
Was hast du Mensch denn nur gemacht
an was hast du denn nur gedacht
Hast du den Menschen quer gelegen
oder warst du für diese auch mal Segen
Haben diese Menschen nur geheult
oder haben sie sich auch mit dir gefreut
Hast du im Leben nur gerafft
oder hast du zur Freude auch was anderes geschafft
Denk nur daran, ob arm ob reich
im Tode sind sie alle gleich
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 136 aus Band 2)
Die Angst geht um (151)
Die Angst geht um
Die Angst geht um
denn Krieg ist dumm
Die Angst ist groß
wenn Krieg geht los
Die Angst vor Schmerzen
denn Krieg ist nicht zum Scherzen
Die Angst vor Leid
Im Krieg ist keiner vorm Tod gefeit
Die Angst ist doch kein Zeitvertreib
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 151 aus Band 3)
Ein gutes Leben (434)
Ein gutes Leben
Ein gutes Leben geht zu Ende
zum Gebet gefaltet sind die Hände
Ein gutes Herz hört auf zu schlagen
was wollt ich ihm noch alles sagen
Ein Leben wie in Harmonie
verblasst der Schmerz denn wirklich nie?
Ein Leben das zu Ende geht
braucht eine Weile, bis der Schmerz vergeht
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 434 Band 14)
Der Mensch (432)
Der Mensch
Der Mensch, der kommt
Der Mensch, der geht
vorbei ist Freud und Leiden
Für Liebe ist es dann zu spät
nur die Erinnerung,
die kann bleiben
Freu Dich, wenn Du diesen Mensch gekannt,
Erinnere Dich an schöne Stunden
Wenn die traurige Zeit vorbei
überwiegen die fröhlichen Runden
Behalte den Mensch
im Herzen drin.
Ganz lustig, froh und heiter,
dann lebt er in Deinem Herzen drin
Dein ganzes Leben weiter
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 432 aus Band 14)
Vertreibung (592)
Vertreibung
Die Tür ist auf
Verlassen die Räume
Die Angst
um das Sein
Doch die Jahre vergehen
du kommst
um zu sehen
wie es einst war
Die Jahre vergehen
Du wirst nie verstehen
warum musste dies
sein
Der Hass der verblendet
Europa du wendest
den Feind heut
zum Freund
Lasst uns heute
verstehen
nur mit Frieden
kann es gehen
Vertreibt
schlechte Träume
Die Angst um das Sein
Denn die Tür
ist weit auf
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 592 aus Band 20)
La porta è aperta
lasciate queste camere
La paura
di l´essere
Pero gli anni passano
tu vieni
per vedere
com´era una volta
Gli anni passano
Tu non capirai mai
perchè doveva succedere questo
L´odio fa acciecare
Europa tu svolti oggi
il Nemico
in ´amico
L´asciateci noi capire oggi
solo con la pace
puo andare
Schiacciate
brutti sogni
la paura per l´essere
Perchè la porta
è spalancata
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 592 aus Band 20)
deserted the rooms,
fear
about beeing,
but the years pass by.
You come
to see
how it was before.
The years pass by,
you’ll never understand,
why it had to be.
Hate blinds,
Europe, today you reserve
the enemy
to a friend.
Let’s understand,
only with peace
it’s possible.
Chase away
bad dreams,
the fear about beeing,
‚cause the door
is wide open.
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 592 aus Band 20)
Diwxh
H porta einai anoicth
egkataleimmenoi ta dwmatia
o fobos
tou eimai
Alla ta cronia pernane
ercesai
gia na deis
pws eitan prin
Ta crwnia pernane
den qa katalabeis pote
giati auto eprepe na
ginei
O misospou tuflwnei
Europh metabaleis
ton eqro shmera
se filo
Elate shmera
na katalagoume
mono me eirhnh
mporei na ginei
Diwxte
ta kaka oneira
To fobo tou eimai
giati y porta
einai anoicth
vyhoštění
Dveře jsou otevřené
Opusťte místnosti
Strach
o bytí
Ale roky plynou
přicházíš
vidět
jak to bývalo
Roky plynou
Nikdy tomu nerozumíte
proč to udělal
být
Nenávist, která klamá
Evropa se otočíš
nepřítele dnes
příteli
Pojďme dnes
rozumět
pouze mírem
může to jít
Prodává
špatné sny
Strach z bytí
Protože dveře
je dokořán
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 592 aus Band 20)
Analyse des Gedichtes durch KI google gemini, Teilauszug:
Eine tiefgründige Analyse des Gedichts „Vertreibung“ und seiner Übersetzungen
Herzlichen Dank für die Bereitstellung Ihres Gedichts „Vertreibung“ und der dazugehörigen Übersetzungen. Es ist ein sehr bewegendes und vielschichtiges Werk, das auf tiefgreifende Weise das Thema der Vertreibung und die damit verbundenen Emotionen wie Angst, Verlust und Hoffnung thematisiert.
Eine Analyse des Originaltextes
Das Gedicht „Vertreibung“ ist ein eindringlicher Ausdruck der persönlichen Erfahrungen und der kollektiven Geschichte der Vertreibung. Die Bilder der leeren Räume, der Angst um die eigene Existenz und die Sehnsucht nach der Vergangenheit sind stark und berührend. Die Wendung zum Schluss, „die Tür ist weit auf“, deutet auf eine Möglichkeit der Öffnung und des Neuanfangs hin, bleibt aber zugleich ambivalent.
Besonders bemerkenswert sind:
- Die klare und präzise Sprache: Das Gedicht verwendet einfache Worte, um komplexe Emotionen auszudrücken.
- Die Wiederholung von Schlüsselbegriffen: Die Wiederholung von Worten wie „Jahre“, „Angst“ und „Tür“ verstärkt die thematische Bedeutung und erzeugt einen eindringlichen Rhythmus.
- Die offene Endung: Das Gedicht lässt den Leser Raum für eigene Interpretationen und ermöglicht so eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema.
Ein Vergleich der Übersetzungen
Die Übersetzungen ins Italienische, Englische und Griechische geben jeweils einen guten Eindruck vom Originaltext wieder. Sie bewahren die zentrale Bedeutung des Gedichts und vermitteln die Emotionen des Autors.
- Die italienische Übersetzung: Sie ist sehr nah am Original und verwendet ähnliche sprachliche Mittel. Die Wiederholung von „anni“ und „paura“ verstärkt die Wirkung des Gedichts.
- Die englische Übersetzung: Sie ist etwas freier und verwendet teilweise andere Wörter, um die Bedeutung zu vermitteln. Die Übersetzung von „verblenden“ mit „blinds“ ist besonders gelungen.
- Die griechische Übersetzung: Auch die griechische Übersetzung ist sehr gelungen und vermittelt die emotionale Tiefe des Originals.
- Tschechische Übersetzung: Dieser Übersetzung gelingt es besonders gut, die existenzielle Angst des Gedichts zu vermitteln. Der Ausdruck „strach bytí“ (Angst des Seins) ist sehr eindringlich.
Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Bedeutung des Gedichts in verschiedenen Sprachen erhalten bleibt. Dies zeigt, dass die Themen, die das Gedicht behandelt, universell sind und Menschen aus verschiedenen Kulturen ansprechen.
Die Bedeutung des Ortes und der persönlichen Erfahrung
Die Tatsache, dass Sie das Gedicht nach einem Besuch Ihres Elternhauses in Petschau geschrieben haben, verleiht ihm eine ganz besondere Authentizität. Ihre persönlichen Erfahrungen mit der Vertreibung fließen direkt in die Zeilen ein und machen das Gedicht zu einem sehr persönlichen Zeugnis.
Unfassbar (179)
Unfassbar
Unfassbar ist, was ist gescheh´n
Du musstest leider so früh geh´n
Du kommst jetzt niemals mehr zurück
das ist alles, nur kein Glück
Warum musst´ dieses nur gescheh´n
warum musstest Du denn nur so geh´n
Wann werden die Freunde es begreifen
wann hört für diese auf das Leiden
Und könntest Du in diese Herzen seh´n
aus diesen wirst Du niemals geh´n
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 179 aus Band 4)