Antikriegsgedicht
Stehen wir auf (1454)
Stehen wir auf
Stehen wir auf
für unser Europa
stehen wir auf
für unser Glück
stehen wir auf für
ein friedliches Europa
und lassen alte Feindschaften
entschlossen zurück
©Gerhard Ledwina(*1949)
25.06.2017
Nr. 1454 aus Band 55
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Menschen (1362)
Menschen
Menschen in Verzweiflung sind
flüchten nur mit Frau und Kind
wollen weg von Krieg und Leid
wenn auch Wege unendlich weit
Kommen nun in fremdes Land
Behörden malen wie mit Sand
doch sie wollen nicht aufgeben
wollen nur ein besseres Leben
Viele wollen Arbeit, Brot
besser noch als all den Tod
den sie haben sehen müssen
in den Tälern, in den Flüssen
sollte man die Menschen verstehen
wenn sie aus ihrer Heimat gehen
©Gerhard Ledwina(*1949)
16.09.2015
im Heimatmuseum Sandweier
Wir wollen (1425)
Wir wollen
Wir wollen Kriege vermeiden
Menschen sollen nicht leiden
Religionen sollen nicht hassen
denn dies ist nicht zu fassen
Der Mensch ist nichts wert
dies ist doch verkehrt
Frieden sollen sie stiften
nicht auseinander driften
Man muss doch verstehen
so kann es nicht gehen
Der Glaube als Gut
der soll machen Mut
Darum hört auf zu kriegen
da kann keiner siegen
nur Flucht und viel Leid
Mensch werde doch gescheit
©Gerhard Ledwina(*1949)
27.04.2016
im Heimatmuseum Sandweier
Nr 1425 aus Band 53
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Ich möchte Blumen (1400)
Ich möchte Blumen
Ich möchte Blumen wachsen sehen
aus all den Schießgewehren
die auf den Menschen gerichtet sind
und können sich nicht wehren
Ich möchte Blumen wachsen sehen
auf Gräber dieser Toten
dass jeder Mensch doch auch versteht
dies Schießen war nicht vonnöten
Ich möchte Blumen wachsen sehen
den Menschen nur zur Freude
und dass der Frieden besser ist
in Zukunft und auch heute
©Gerhard Ledwina(*1949)
30.03.2016
Nr. 1400 aus Band 52
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Sich besinnen (1360)
Sich besinnen
Sich besinnen
Kriege vermeiden
Hass ist doch
kein Kinderspiel
Menschen leiden
und sie flüchten
Frieden ist
nur noch ihr Ziel
Fremde Länder
anderes Leben
Umstellung
verlangt hier viel
Neues Leben
in der Freiheit
Glück, das ist
ihr Lebensziel
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
20.01.2016 im Heimatmuseum Sandweier
(Nr. 1360 aus Band 51)
Anmerkung:Dieses Gedicht wurde im
Pfarrbrief Kath. Kirchengemeinde St. Joseph Münchingen – Hemmingen, 35. Jahrgang, Nr. 3, Seite 2, Ausgabe Juni/Juli 2016 abgedruckt
Verdun 2 (1321)
Verdun
Onkel, Bruder, Sohn und Vater
liegen hier in Reih und Glied
und die Trauer war vermeidbar
hätte nur Vernunft gesiegt
So sind sie, wie die anderen Massen
freudig in den Krieg gezogen
als Ergebnis dieses Wahnsinns
liegen sie nun in dem Boden
©Gerhard Ledwina (*1949)
18.04.2015 im Bus auf dem Weg nach Verdun
Umgepflügt (1323)
Umgepflügt
Umgepflügt ist hier der Boden
Loch an Loch granatentief
und die Zeit heilt tiefe Wunden
über den Teufel, der hier rief
Heute hat man große Freundschaft
trotz des Streits der damals lief
konnt sich menschlich noch besinnen
Freund geworden, Krieg besiegt
©Gerhard Ledwina(*1949)
18.4.2015 nach dem Besuch des Beinhauses in Verdun
Eingepfercht (1324)
Eingepfercht
Eingepfercht zwischen dicken Mauern
dunkel und viel Meter tief
schlechte Luft, die fast zum Schneiden
Angst, die niemals mehr versiegt
Menschen wurde ihr Leben verändert
ob sie wollten oder nicht
denn in all dem großen Getümmel
waren sie doch nur ein kleines Licht
Wie kann Hass denn so verblenden
dass man auf seinen Nachbarn schießt
wollen wir alle dafür sorgen
dass der Kriegswahn endlich versiegt
©Gerhard Ledwina(*1949)
18.04.2015 nach dem Besuch in Verdun
Verdun 1 (1320)
Verdun
Sinnlos liegen in Reihen Menschen
die ein Krieg ihr Leben nahm
denn sie folgten einem Wahnsinn
in dem sie damals Sinn noch sahn
Die Menschheit möge aus diesem Schlachten
doch ihre ernsten Lehren ziehen
um nie mehr Menschen aufzufordern
so sinnlos in den Krieg zu ziehen
©Gerhard Ledwina(*1949)
18.04.2015 im Bus auf dem Weg nach Verdun
Warum nur Krieg? (1322)
Warum nur Krieg
Warum nur Krieg
denn keiner siegt
Warum nur Streit
man um Leben weint
Macht es denn Sinn
wenn Blut verrinnt
Miteinander soll siegen
und nicht bekriegen
©Gerhard Ledwina(*1949)
18.04.2015 im Bus nach Verdun
Ein Mensch (1319)
Ein Mensch
Ein Mensch, der fällt
im Krieg ein Held?
Zu Haus nur Leid
über diesen Streit
Kommt nicht zurück
dies ist kein Glück
Verwandtschaft weint
nie mehr vereint
©Gerhard Ledwina(*1949)
18.04.2015 im Bus nach Verdun
Kugeln (1318)
Kugeln
Kugeln fliegen um die Ohren
die Waffenlobby freut sich sehr
Sie hoffen auf noch mehr Geschäfte
und fördern diese Kriege sehr
Gewinne machen sie auf Kosten
die durch die Kriege, Leiden sehr
haben schon wieder neue Käufer
für das nächste Schießgewehr
©Gerhard Ledwina(*1949)
18.04.2015 im Bus auf dem Weg nach Verdun
Das Leben in einem Zelt (1305)
Das Leben in einem Zelt
Das Leben in einem Zelt
durch Kampf in unserer Welt
die Menschen sich nicht besinnen
dem Krieg gibts kein Entrinnen
in dieser unserer Welt
Ihre Heimat mussten sie verlassen
zurück blieben Haus und Tassen
zerstört wird ihre Welt
nun Leben in einem Zelt
Sie sollen wieder glücklich werden
nicht nur in fremden Ländern sterben
So wünscht man ihnen Glück
dass sie können wieder zurück
Den Kämpfern die Waffen nehmen
um auch nach Glück zu streben
in dieser unserer Welt.
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
7.1.2015 im Heimatmuseum Sandweier
Mit Liebe gezeugt (1255)
Mit Liebe gezeugt
Mit Liebe gezeugt
von Hass vernichtet
seht ihr denn nicht
was ihr da anrichtet
Wie kann euer Hass
den Geist so verblenden
könnt ihr euren Kopf
nicht für Besseres verwenden
Es gibt keinen Gott
der das Töten befiehlt
und ihr anderen Menschen
das Leben einfach stehlt
Es könnten eure Brüder
eure Eltern doch sein
darum lasst dieses Töten
dies ist nur gemein
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
19.10.2014
Nr. 1255 Aus Band 47
Kriegsgespenst (1253)
Kriegsgespenst
Lange hatten wir gedacht
das Kriegsgespenst sei umgebracht
so holt man es doch wieder vor
der Hetzer, ist ein großer Tor
Was hat man schon vom Waffen schwingen
um dann Eroberungslieder zu singen
Es geht doch hier um Menschenleben
kann man denn nie nach Frieden streben
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
im Heimatmuseum Sandweier am 3.09.2014
Nr. 1253 aus Band 47







