Sonstige Gedichte
Menschenleben I (63)
Menschenleben
Warum gibt´s im Menschenleben
immer nur das eine: Streben
Warum kann der Mensch nur streben
statt das eine, wirklich leben
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 63 aus Band 1)
Die Ruhe (318)
Die Ruhe
Die Rose blüht im Sonnenschein
Die Biene fliegt den Nektar heim
Die Wespen kommen nicht zur Ruh
Die Hummel stören mit ihrem Getue
Der Mensch schaut diesen Fliegern zu
bis sie ihn stören in seiner Ruh
Dann nimmt er die Klatsche und schlägt zu
und hat dann endlich seine Ruh
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 318 aus Band 9)
KI Interpretation von google gemini, Teilauszug:
Analyse des Gedichts „Die Ruh“
Thema und Stimmung:
Das Gedicht „Die Ruh“ zeichnet ein idyllisches Bild einer blühenden Rose, das jedoch durch das aufdringliche Verhalten der Insekten gestört wird. Die Stimmung wechselt zwischen der Ruhe der Natur und der Unruhe, die durch die Insekten verursacht wird. Das Gedicht endet mit einem Akt der Gewalt, der zwar die gewünschte Ruhe bringt, aber auch eine gewisse Brutalität offenbart
Interpretation:
Das Gedicht „Die Ruh“ kann auf verschiedenen Ebenen interpretiert werden:
- Mensch und Natur: Das Gedicht zeigt die ambivalente Beziehung zwischen Mensch und Natur. Während der Mensch die Schönheit der Natur genießt, kann er auch durch sie gestört werden.
- Störung der Idylle: Die Idylle ist oft nur von kurzer Dauer und wird durch äußere Einflüsse gestört.
- Gewalt als Lösung: Die Gewaltanwendung gegen die Insekten ist eine einfache, aber brutale Lösung für ein komplexes Problem.
Mögliche Interpretationen einzelner Zeilen:
- „Die Rose blüht im Sonnenschein“: Diese Zeile schafft ein Bild von Ruhe und Schönheit.
- „Die Wespen kommen nicht zur Ruh“: Hier wird die Störung der Idylle deutlich.
- „Dann nimmt er die Klatsche und schlägt zu“: Diese Zeile zeigt die menschliche Reaktion auf die Störung.
Fazit:
Das Gedicht „Die Ruh“ ist eine kleine Parabel über die menschliche Sehnsucht nach Ruhe und die oft gewaltsamen Mittel, mit denen wir diese Ruhe zu erreichen versuchen. Es wirft Fragen nach unserem Verhältnis zur Natur und unserem Umgang mit Konflikten auf.
In Baden-Baden (317)
In Baden-Baden
In Baden-Badens kleine Welt
wird aufgestellt ein großes Zelt
Südwestrundfunk und große Welt
sich eingefunden im kleinen Zelt
Da wird die Stadt gleich riesengroß
in ihr ist wieder etwas los
Die Jugend freut sich, ist was los
Südwestrundfunk, wie machst du das bloß
Die Stadt lebt auf, in einem kleinen Zelt
zu Gast bei ihr die große Welt
Die Jugend lebt auf dieser Welt
aber nicht nur in einem Zelt
Drum kleine Stadt, mach wieder etwas los
dann bist du für die Jugend auch ganz groß
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 317 aus Band 9)
Hausmeisters Leid (350)
Hausmeisters Leid
Der Wind, der bläst
die Blätter fort
sie bleiben nicht mehr liegen
und du bemühst dich
mühevoll
sie in den Sack zu kriegen
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 350 aus Band 10)
In unserer Welt (373)
In unserer Welt
In unserer Welt
in der wir leben
In unserer Welt
in der wir sind
In unserer Welt
nach besserem Streben
müssen wir erkennen
wer wir sind
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 373 aus Band 11)
Göttlich ist des Wortes Flut (375)
Göttlich ist des Wortes Flut
Göttlich ist des Wortes Flut
die in deinem Inneren ruht
Diese Worte, sie gestalten
ihre Kraft im Satz entfalten
Geben dem Leben einen Sinn
Worte sind so in dir drin
Liebe, Hoffnung und auch Trauer
mit den Worten auf der Lauer
Gestalten unser Alltagsleben
sehr das Leben eben prägen
Worte sind zur Lieb bereit
oder sind durch Krieg entzweit
Lass das Leben friedlich gestalten
mit den Buchstaben in Worten falten
Nutz des Wortes göttlich Flut
denn du weißt, es tut dir gut
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 375 aus Band 11)
In den Armen der Eltern (520)
In den Armen der Eltern
In den Armen des Vaters liegend
in den Händen der Mutter wiegend
liegt so zart und noch so klein
des beiden gemeinsam Kindelein
Sie sind stolz und hochzufrieden
dass sie können ihr Kindlein wiegen
Freuen sich, wenn das Kindlein lacht
Eltern sein, das Freude macht
Wenn das Kindlein kräht und schreit
Eltern sind sofort bereit
zu umhüten, zu umsorgen
Kindlein soll sich wohl geborgen
In der Eltern Schoß sich fühlen
Kindleins Schmerzen schnell verziehen
Mutter, Vater, Eltern sein
schließt die Sorgen mit hinein
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 520 aus Band 17)
Farbenpracht (555)
Farbenpracht
Farbenpracht
der Wald gefärbt
golden ist der Schein
Vögel fliegen
in den Schwärmen
suchen neues Heim
Dunkel wird´s
die Nacht wird länger
und die Tage werden kalt
Blätter fallen
von den Bäumen
Winter, der ist eingekehrt
Farbenpracht
die ist vergänglich
Jahreszeit mit Farben spielt
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 555 aus Band 19)
Anmerkung: Dieses Gedicht wurde in der
Zeitschrift „Mitwochs“ für Freunde der freien Waldorfschule Braunschweig in der Ausgabe 28 vom 19. Oktober 2016 auf der Seite 2 abgedruckt.
Menschlichkeit (89)
Menschlichkeit
Menschlichkeit braucht keinen Doktor
Menschlichkeit braucht nur das „Sein“
Menschlichkeit braucht nur Verständnis
für die Menschlichkeit zu sein
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 89 aus Band 1)
Wie schön (174)
Wie schön
Wie schön ist doch der Ostseestrand
wenn ich so steh am Meeresrand
Leises Plätschern, Meeresrauschen
kann im Urlaub diesem lauschen
Sehe Schiffe von allen Seiten
Surfer auf den Wellen reiten
Die Seebrücke lädt zum Spaziergang ein
denn ins Wasser reicht sie weit hinein
Die Sonne versinkt im Meeresrand
wenn ich steh am Ostseestrand
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 174 aus Band 3)
Die Kate (173)
Die Kate
Die Kate unter Lindenbäumen
die den Wegesrande säumen
lädt jetzt zum Verweilen ein
als wenn sie sagen will, komm rein
Wie wurde das Reetdach nur gemacht
die Handwerkskunst ist eine Pracht
Ökologisch ist das Hausdach pur
als ein Wunder der Natur
Jahrhunderte steht die Kate unter den Lindenbäumen
die den Wegesrande säumen
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 173 aus Band 3)
Auf Reisen gehen (164)
Auf Reisen gehen
Wenn wir auf die Reise gehen
können wir viele Länder sehen
Wenn das Fernweh uns dann packt
wird der Koffer schnell gepackt
Freu´n uns auf die vielen Länder
freu´n uns wie die kleinen Kinder
Erholung ist dann angesagt
wird nicht mehr so schwer geplagt
Können mit Fremden wandern gehen
und dort in die Ferne sehen
Kajütenleben auf dem Boot
genießen dort das Abendrot
Möwen übern Masten kreisen
wenn wir unten sitzen, speisen
Im Abendrot die Sonne taucht
der Stress des Alltags ist verraucht
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 164 aus Band 3)
Anmerkung: Dieses Gedicht ist im
Amtsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Probstzella-Lehesten-Marktgölitz, Ausgabe 24. Jahrgang Nr. 7, Seite 7, 3. Juli 2013 abgedruckt.
Das Glühwürmchen (154)
Glühwürmchen
Glühwürmchen glüht am Straßenrand
es glüht und ist so unerkannt
Am Abend glüht es so versteckt
es glüht und bleibt oft unentdeckt
Der Mensch beachtet es oft kaum
wenn es so glüht in seinem Raum
Obwohl es glüht in seiner Pracht
wird es vom Menschen kaum beacht´
Und wenn´s der Mensch mal hat entdeckt
das Glühwürmchen sich schnell versteckt
Will´s dann der Mensch bekommen zu sehen
da muss er bleiben ruhig stehen
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 154 aus Band 3)
Bei einem Clown (172)
Bei einem Clown
Bei einem Clown bin ich so still
weil ich den Clown gern sehen will
Bei einem Clown bleib ich gern steh´n
kann mich dem Clown gar nicht entzieh´n
Der Clown kann so schön lachen
und dann seine Späße machen
Der Clown in seiner bunten Pracht
er schaut dich an und du, du lachst
Und wenn du wieder gehen willst
bist du der Clown und bist so still
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 172 aus Band 3)
Wetterleuchten (48)
Wetterleuchten
Blitze durch den Himmel zucken
sich die Menschen wieder ducken
Donner durch die Wolken hallen
hört der Mensch den Donner schallen
Ist der Himmel wieder friedlich
sind die Wolken wieder niedlich
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 48 aus Band 1)
