Wie kann man nur (1518)
Wie kann man nur
Wie kann man nur
den Mensch verachten
und nach seinem Leben trachten
wie kann man nur
neue Kriege führen
und vom Leben nichts mehr spüren
wie kann man nur
so feige sein
und bleibt in Sicherheit daheim
Wie kann man nur
so Leid nur bringen
und lässt zuhause sich besingen
©Gerhard Ledwina(*1949)
2017
(Nr. 1518 aus Band 57)
Mach dich frei (1516)
Mach dich frei
Mach dich frei von den Sorgen
mach dich frei für dein Glück
mach dich frei für das Leben
lass die schlechten Tage zurück
©Gerhard Ledwina(*1949)
2018
(Nr. 1516 aus Band 57)
Die Vögel rufen (1515)
Die Vögel rufen
Die Vögel rufen
steh doch auf
der Tag beginnt
mit seinem Lauf
Die Sonne scheint
der Tag wird schön
steh du doch auf
du wirst schon sehn
Wie herrlich ist
das Morgenlied
wenn du noch
in dem Bette liegst
beginnt so wunderschön
der Morgen
©Gerhard Ledwina(*1949)
10.03.2018
(Nr. 1515 aus Band 57)
Am Abend (1513)
Am Abend
Am Abend am Meer zu sitzen
letzte Sonnenstrahlen flitzen
noch am Himmel entlang
die Fischgerichte schmecken
noch die Finger ablecken
ein Plopp-Bierchen dazu
diese Tage im Leben
ohne Hetze und Streben
sollte man doch mehr genießen
©Gerhard Ledwina(*1949)
10.03.2018
(Nr. 1513 aus Band 57)
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Und der Bürger (1512)
Und der Bürger
Und der Bürger ungeduldig
möcht doch alles schnell gleich haben
dabei muss man ihm doch sagen
dass es nie so schnell gehen kann
die Parteien müssen koalieren
und da ist es nicht so leicht
als wenn eine der Parteien
die fünfzig Prozent allein erreicht
Jeder muss nun Federn lassen
dies ist manchmal nicht so leicht
und dies schmerzt auf beiden Seiten
bis ein Koalitionsziel ist erreicht
Auch die Medien bauen Druck auf
weil sie gern etwas schreiben wollen
nur da wird es auch nicht leichter
Die Medien spekulieren wie sie wollen
Demokratie ist halt nicht einfach
doch der Bürger muss verstehn
dass durch mühevolles Verhandeln
kann es auch mal länger gehen
Wäre es den Bürgern lieber
nur noch eine der Parteien
und sie könnten nicht mehr wählen
sie hätten dann gar nichts mehr zu sagen
Könnten auch sich nicht mehr wagen
Kritik zu äußern öffentlich
ist dies besser als zu warten
bis die Parteien finden sich
©Gerhard Ledwina(*1949)
2018
(Nr. 1512 aus Band 57)
Im Irrgarten (1509)
Im Irrgarten
Im Garten gibt es viele große Hecken
da kann man gern sich hier verstecken
nur geh ich hier den Weg entlang
mir wird ganz heiß und auch ganz bang
Im Irrgarten irr ich hier umher
und finde keinen Ausgang mehr
Ich steh nun hier auf einem Turm
und seh ich muss ja anders rum
©Gerhard Ledwina(*1949)
26.01.2018
(Nr. 1509 aus Band 57)
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Der kleine Weg (1508)
Der kleine Weg
Der kleine Weg
der an dem Steg
aufs Wasser sehen
und Möwen gehen
am Steg entlang
umher sie fliegen
und sie besiegen
dein Herz mit Stolz
wie die Bretter aus Holz
die vor dir liegen
©Gerhard Ledwina(*1949)
2018
(Nr. 1508 aus Band 57)
Mit Waffen (1506)
Mit Waffen
Mit Waffen rasseln
es ist nicht zu fassen
gibt nur Ärger und Leid
Mensch werd´ doch gescheit
©Gerhard Ledwina(*1949)
19.01.2018
(Nr. 1506 aus Band 57)
Wie der Wind (1505)
Wie der Wind
Wie der Wind so schaffen kann
legt so still die große Bahn
alle Räder stehen still
wenn der kräftige Wind es will
Wind ist eine der Urgewalten
bei diesem kann fast nichts mehr halten
wenn er bläst die Backen auf
nimmt das Unglück seinen Lauf
©Gerhard Ledwina(*1949)
19.01.2018
(Nr. 1505 aus Band 57)
Jede Stunde (1523)
Jede Stunde
Jede Stunde
mit dem Hunde
eine Runde
ist gesund
für den Hund
auch das Herrchen
kann´s gebrauchen
alle Stunde
mitzulaufen
so bleiben beide
schlank und gesund
sind nicht dick
auch nicht der Hund
©Gerhard Ledwina(*1949)
2018
(Nr. 1523 aus Band 57)
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Wie soll man Hoffnung (1525)
Wie soll man Hoffnung
Wie soll man Hoffnung Träume geben
wenn es ganz ernst wird um das Leben
da will man nicht
in Träumen schweben
man wird so ernst
wenn man betroffen
wie will man da
ans Gute hoffen?
so will man doch Träume
Hoffnung haben
und nicht das Leben
schon begraben
glaubt an die Hoffnung
an das Licht
damit das Glück
hier nicht zerbricht
©Gerhard Ledwina(*1949)
28.07.2018
(Nr. 1525 aus Band 57)
Im Strandkorb (1514)
Im Strandkorb
Im Strandkorb am Strand
mit einem Buch in der Hand
dem Meer lange zuzuschauen
mit Kindern Strandburgen bauen
dies ist doch Urlaub
diesen hier man will
darum hat man doch gerne
hier am Strand wieder gebucht
Gute Luft hier am Meer
dabei erholt man sich sehr
kann den Urlaub genießen
und wandern durch Salzwiesen
Wie ist es hier schön
will gar nicht mehr gehen
©Gerhard Ledwina(*1949)
10.03.2018
(Nr. 1514 aus Band 57)
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Die Glocken (1504)
Die Glocken
Die Glocken schlagend
den Menschen sagend
wie spät ist die Zeit
die Glocken klingend
und Menschen singend
lobpreisend den Herrn
die Glocken rufend
den Klöppel schwingend
den Menschen zu sich
©Gerhard Ledwina(*1949)
19.01.2018
(Nr. 1504 aus Band 57)
Eine Stadt (1503)
Eine Stadt
Eine Stadt mit alten Mauern,
alten Häusern wunderschön
lädt doch ein, hier zu verweilen
weil das Städtchen ist so schön
Handwerkskunst kann man betrachten
sehr gepflegt ist Haus und Garten
und der Kellner in dem Gasthaus
lässt dich auch nicht lange warten
Im Biergarten unter den Kastanien
sitzt du nun und trinkst dein Bier
auch der Einheimische setzt sich zu dir
freundlich sind die Menschen hier
vieles kann er dir erzählen
von der Stadt und jedem Haus
und als Danke fürs Informieren
gibst du ihm noch ein Bierchen aus
©Gerhard Ledwina(*1949)
19.01.2018
(Nr. 1503 aus Band 57)
Das Große Glück (1501)
Das große Glück
Das große Glück
in den Händen zu halten
so zierlich und klein
und auch noch mit Falten
der erste Schrei tönt
was ist da denn geglückt
die Herzen werden warm
und sind voll entzückt
so wird das Kindlein
ganz vorsichtig gedrückt
und auch die Fotos
die werden gezückt
so schaut die große Schwester
diesem Treiben noch zu
und denkt so für sich
wann gibt dieser Schreihals denn Ruh
doch nun darf auch sie
das Kindlein mal halten
wird nun ganz freundlich
und lacht mit den Alten
Die Familie ist stolz
und glücklich zugleich
kommt auch ein Kindlein
zu ihnen in ihr Reich
17.01.2018
©Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr. 1501 aus Band 57)