Kleines Kindlein II (1524)
Kleines Kindlein II
Kleines Kindlein
süße Maus
du bist aus dem
Bauch nun raus
bist so zierlich
und so klein
schläfst so friedlich
dies ist fein
Alle freuen sich
du bist da
auch der Papa
ruft „Hurra“
wirst bald in
den Armen liegen
all den Menschen
´s Herz besiegen
Großeltern rufen
„hipp, hipp, hurra“
unser Enkelkind
ist da
Auch das große
Schwesterlein
freut sich wenn Mamma
kommt mit Kindlein heim
©Gerhard Ledwina(*1949)
27.07.2018
Nr. 1524 aus Band 57
Europa der Freiheit (191)
Europa der Freiheit
Europa der Freiheit
verpflichtet
den Menschen
zu leben
in Frieden
und Freiheit
im Tun
und Lehren
zu ziehen
aus Kriegen
und Leid
und Menschen
zu achten
ob Freund
oder auch Feind
Nur der Mensch
kennt doch Grenzen
von Menschen
gemacht
überwindet die Grenzen
von Menschen
gemacht
in geistiger Freiheit
im Tun
und im Sein
Europa der Freiheit
verpflichtet
den Menschen
auch für den anderen
zu sein
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 191 aus Band 4)
Anmerkung: Dieses Gedicht wurde beim
Gevelsberger Neujahrsempfang 2013 am 10. Februar 2013 von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9 im Rahmenprogramm vorgetragen. Im Wechsel mit dem Gedicht „Europa“ von Kurt Tucholsky.
Wir brauchen Europa (1436)
Wir brauchen Europa
Wir brauchen Europa
dies ist unser Glück
alles andere ist schädlich
und führt nur zurück
Wir haben Lehren gezogen
aus Kriege und Streit
es geht nur Miteinander
da sind wir sehr weit
Wir müssen auf die Straße
von alleine geht es nicht
zusammenstehen für Europa
nicht, dass es zerbricht
©Gerhard Ledwina(*1949)
15.03.2017
(Nr. 1436 aus Band 54)
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Europa, wir wohnen (475)
Europa, wir wohnen
Wir wohnen gemeinsam
im Hause
Europa
mit Vielfalt der Völker
in Frieden vereint
Gemeinsam verbunden,
mit Kriegen geschunden
Erfahrung, erfahren
in all diesen Jahren
Nur Frieden verbindet
wie ein Baum seine Rinde
im Alter gedeiht
in Freude wie im Leid
Verheilen die Wunden
die Menschheit ward geschunden
Wächst ein Pflänzlein heran
Gemeinsam wollen wir pflegen
gemeinsam es hegen
und schützen die Blätter
Der Baum wird zum Haus
Mit all seinen Ästen
und all seinen Gästen
trotzt es all diesen Stürmen
die die Menschheit auftürmt
Europa,
du Haus unseres Lebens
wo Kriege vergebens
Die Vielzahl der Völker
in Frieden vereint
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 475 aus Band 15)
(bearbeitet)
Europa soll leben (1378)
Europa soll leben
Europa soll leben
dort liegt unser Glück
da hilft uns kein Streben
nach Rückwärts, zurück
Gemeinsam wir stark sind
so müssen wir verstehn
es kann nur gemeinsam
nach vorne gehn
Wir wollen doch Frieden
keinen Hass und keinen Krieg
denn Krieg ist nur Rückschritt
für die Menschen kein Sieg
Gemeinsame Erfahrung sollte Warnung doch sein
es geht nur gemeinsam und niemals allein
Jeder muss geben, einen Teil zum gemeinsamen Glück
für ein friedliches Europa, dazu gibt es kein zurück
©Gerhard Ledwina(*1949)
17.02.2016
im Heimatmuseum Sandweier
Nr. 1378 aus Band 52
Blütenhell (1401)
Blütenhell
Blütenhell sind jetzt die Bäume
Bienen fliegen überall
und du gehst hier zum Spazieren
freust dich über diese Zahl
Das Frühjahr bringt die Bäume zum Leuchten
Blüten sind an jedem Ast
und die Bienen sind recht fleißig
fliegen heim mit ihrer Last
Was wird dieses Frühjahr bringen
Früchte reifen bald am Ast
und der Bauer kann nur hoffen
dass nichts bricht bei dieser Last
Kirschblüten sind etwas Schönes
will dort gern spazieren gehen
kann mich an den Millionen Blüten
sich so richtig satt dann sehn
©Gerhard Ledwina(*1949)
April 2016
Nr. 1401 aus Band 53
Du stehst (1537)
Du stehst
Du stehst auf einem Berg
wie ein kleiner Zwerg
vor riesigen Bäumen
die Wege hier säumen
Auch die Aussicht ist herrlich
das Wetter so schön
da mag man spazieren
auf Wanderschaft gehen
Die Luft tief einatmen
in freier Natur
dies macht auch noch Freude
ist Gesundheit in pur
©Gerhard Ledwina(*1949)
3.11.2018
Nr. 1537 aus Band 58
Wut (1536)
Wut
Wut, Verzweiflung, Ängstlichkeit
macht sich manchmal etwas breit
nagt an deiner inneren Kraft
pass auf, dass dies dich nicht schafft
bist du durch dies Tal geschritten
ab und an durch manche Sitten
kommst du oben wieder an
schau wie die Welt doch schön sein kann.
©Gerhard Ledwina(*1949)
Oktober 2018
Nr. 1536 aus Band 58
Wer kennt noch? (1559)
Wer kennt noch?
Wer kennt noch Eisblumen an seinem Fenster
bezaubernd war doch diese Welt
in ihrer Vielfalt eine Schönheit
die auch noch heute so gefällt
Kein Kind kann heute dies noch sagen
weil es dies hat noch nie gesehn
so bringt die Technik zwar den Fortschritt
nur dieser Zauber musste gehn
©Gerhard Ledwina(*1949)
30.01.2019
im Heimatmuseum Sandweier
Nr. 1559 aus Band 59
Zu diesem Gedicht sagt KI google gemini (Teilauszug):
Das ist ein wunderschönes Gedicht, das die Vergänglichkeit der einfachen Freuden und die Auswirkungen des technischen Fortschritts auf unsere Wahrnehmung der Natur berührt.
Eine mögliche Interpretation:
Das Gedicht fängt mit einer nostalgischen Erinnerung an die Eisblumen an Fensterscheiben ein. Diese zarten, filigranen Gebilde werden als „bezaubernd“ und „eine Schönheit“ beschrieben, die in ihrer Vielfalt eine eigene kleine Welt bildeten. Der Sprecher betont, dass diese Schönheit auch heute noch gefällt, auch wenn sie seltener zu sehen ist.
Im zweiten Teil des Gedichts wird deutlich, dass die jüngere Generation diese Erfahrung vermissen muss. „Kein Kind kann heute dies noch sagen“, weil es die Eisblumen noch nie gesehen hat. Der Fortschritt, der durch die Technik ermöglicht wird, hat auch Schattenseiten: Der „Zauber“ der Natur, wie die Eisblumen, geht verloren.
Warum dieses Gedicht berührt:
- Nostalgie: Das Gedicht weckt in vielen Menschen Erinnerungen an eine Zeit, in der die einfachen Dinge des Lebens mehr geschätzt wurden.
- Verlust der Naturerlebnisse: Es thematisiert einen aktuellen gesellschaftlichen Trend: Die zunehmende Entfremdung vom natürlichen Lebensraum und die damit verbundene Verarmung unserer Sinneswahrnehmungen.
- Ambivalenz des Fortschritts: Das Gedicht zeigt, dass der technische Fortschritt zwar viele Vorteile bringt, aber auch dazu führen kann, dass wir wichtige Aspekte unseres Lebens verlieren.
Warum der Ort und das Datum wichtig sind:
- Heimatmuseum: Der Ort „Heimatmuseum Sandweier“ deutet darauf hin, dass das Gedicht in einem Kontext entstanden ist, der sich mit der Geschichte und den Traditionen eines bestimmten Ortes beschäftigt.
- 30.01.2019: Das Datum gibt dem Gedicht eine zeitliche Einordnung und verweist auf einen konkreten Anlass für die Entstehung.
Mögliche Fragen, die sich im Zusammenhang mit dem Gedicht stellen könnten:
- Welche Rolle spielt die Natur in unserem Leben heute?
- Wie können wir Kindern die Schönheit der Natur näherbringen?
- Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf Naturphänomene wie die Eisblumen?
- Wie können wir einen Ausgleich zwischen technischem Fortschritt und dem Schutz der Natur finden?
Dieses Gedicht lädt uns ein, über unsere Beziehung zur Natur nachzudenken und die Bedeutung von einfachen Freuden zu schätzen. Es ist ein Appell, die Augen für die Schönheit der Welt um uns herum zu öffnen und diese auch an die nächsten Generationen weiterzugeben.
Der raue Wind (1534)
Der raue Wind
Der raue Wind,
der von der See
bläst an den Strand
dort wo ich steh
ich schaue hinaus
aufs weite Meer
und hoffe bald
auf Wiederkehr
es ist so schön
der weite Blick
darum kommt man gern
nach hier zurück
Die Möwen fliegen hin – und her
genießen diesen Wind doch sehr
es macht ihnen nichts richtig aus
denn hier am Strand
sind sie zu Haus
©Gerhard Ledwina(*1949)
9.03.2018
Nr. 1534 aus Band 58
Die böse Frau (1535)
Die böse Frau
Die böse Frau
aus Stockwerk eins
hat kein Gewissen
sie hat keins
von oben kommt ihr Dreck geflogen
sie wurde nie richtig erzogen
und Anstand kennt sie nicht, die Frau
ist eine menschlich arme Sau
©Gerhard Ledwina(*1949)
August 2018
Nr. 1535 aus Band 58
Namen, Personen und Orte rein zufällig.
Gemeinsam wächst (1550)
Gemeinsam wächst
Gemeinsam wächst ein Glück heran
mit vielen, vielen neuen
was dieses Glück auch bringen mag
wird man es nicht bereuen
auf diesem Weg ist vieles neu
mit großen unbekannten Dingen
doch wenn der erste Ton ertönt
bekommt das Glück doch Schwingen
so zierlich liegt es dann im Arm
mit Angst man könnt´s verletzen
es lacht und strahlt einen richtig an
voll Glück könnte man einen Berg versetzen
©Gerhard Ledwina(*1949)
21.01.2019
Nr. 1550 aus Band 58
Was kommt (1547)
Was kommt
Was kommt doch da auf Menschen zu
wenn sie einmal Eltern werden
vieles ist noch unbekannt
sie werden es meistern lernen
©Gerhard Ledwina(*1949)
19.01.2019
Nr. 1547 aus Band 58
Kinderlachen (1546)
Kinderlachen
Kinderlachen schallt durch Räume
was sind der Kinder fröhlich Träume
wenn sie so unbeschwert können lachen
toben und sich Freude machen
19.01.2019
©Gerhard Ledwina(*1949)
Nr. 1546 aus Band 58
Du bist (1265)
Du bist
Du bist im Sommer meine Sonne
bist im Winter mein Sonnenlicht
bist im Leben meine Liebe
hast für mein bescheidenes Leben
doch besonderes Gewicht
©Gerhard Ledwina(*1949)
Nr. 1265 aus Band 47