Angst
Es tobt (1272)
Es tobt
Es tobt ein Sturm
und Blitze zucken
die Menschen ziehen
die Köpfe ein
Es schüttet wie
aus großen Kübeln
da kann kein Mensch
mehr trocken sein
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr. 1272 aus Band 47)
Die Welt, sie knirscht
Die Welt, sie knirscht
Die Welt, sie knirscht
man nicht versteht
was in den Mächten
sich so dreht
Die Muskeln spielen
gefährlich weit
ist man mit Waffen
schon wieder so weit?
Die Menschen zittern
Angst vor einem Krieg
dort gibt es niemals
einen Sieg
Wollen wir nur hoffen
Vernunft zieht ein
Gespräche zu führen
dies muss nun sein
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
Fang auf die Zeit (1226)
Fang auf die Zeit
Fang auf die Zeit
für dich dein Leben
in der du kannst Sekunden schweben
Fang auf die Zeit
kehre im Inneren ein
und lasse die Sorgen, Sorgen sein
Fang auf die Zeit
und seh das Licht
bei dem sich jeder Ärger bricht
Fang auf die Zeit
du bist doch wer
und mach dein Leben nicht so schwer
Fang auf die Zeit
die Stunden Glück
und schaue auf schlechte nicht zurück
Fang auf die Zeit
Illusion, die lebt
durch die dein Leben heftig bebt
Fang auf die Zeit
die Sonne lacht
auch wenn sie es manchmal mit bedacht
Fang auf die Zeit
Sekundenglück
und schau im Leben gern zurück
Fang auf die Zeit
für dich
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
25.12.2013
(Nr. 1226 aus Band 46)
Hunger (1229)
Hunger
Oh, was habe ich für einen Hunger
doch etwas essen darf ich nicht
es geht nicht um dieses Essen
und es geht nicht ums Gewicht
Was nützen da die schönsten Speisen
mögen sie aussehen wie ein Gedicht
es geht um etwas anzusehen
doch um das Essen geht es nicht
Die Vorsicht ist es, die du spürst
und auch zu diesem Hunger führt
Doch lieber Vorsicht als das Leben
da sei dem Hunger schnell vergeben
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
10.12.2013
(Nr. 1229 aus Band 46)
Das Leben ist eine Achterbahn (1209)
Das Leben ist eine Achterbahn
Das Leben ist eine Achterbahn
man möchte oft dort gar nicht fahrn
weil es von oben geht nach unten
und vieles Glück dabei verschwunden
Doch nach einem Tief kommt auch ein Hoch
da wäre Unten bleiben doof
Darum fahre ich gerne Achterbahn
und komme auch oft dort oben an.
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
30.01.2013 im Heimatmuseum Sandweier
Nr. 1209 aus Band 45
Stürme (1201)
Stürme
Stürme jagen deine Sinne
Angst und Trauer treiben dich
Kraftvoll sei du und gewinne
für dein Leben, Gutes ich
Lass dich nicht schnell unterkriegen
sei dein Leben wunderschön
genieße die Tage zu verbringen
freu dich, schlechte werden gehn
Autor: © Gerhard Ledwina(*1949)
Nr. 1201 aus Band 45
23.10.2013 im Heimatmuseum Sandweier
Keine Sieger ( 1186)
Keine Sieger
Freiwillig lege die Waffen nieder
denn mit Waffen gibt es keine Sieger
Sie bringen nur Trauer, Elend und Leid
sei du zum Frieden auch bereit
Kämpfe mit Worten deine Gegner nieder
denn mit Waffen gibt es keine Sieger
Sie bringen nur Trauer, Elend und Leid
sei zu einem Frieden auch du bereit
Denn wenn du tot bist
hast du nichts mehr vom Leben
für deine Familie ist dies
auch kein besonderer Segen
Höre nicht auf Menschen
die mit Waffen nur schrein
denn dies bringt nur Trauer
deine Lieben sind allein
Es gibt keinen Gott, der das Kriegen befiehlt
und dir damit auch das Leben stiehlt
denn Leben im Krieg, das ist doch kein Ziel
wenn Leben genommen, ist jedes zuviel
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
(13.02.2013 im Heimatmuseum Sandweier)
Nr. 1186 aus Band 44
Frauenkirche (Dresden) (1148)
Frauenkirche
Aus Stein ist sie ein Wunderwerk
was war sie durch den Krieg zerstört
lang lagen die Stücke auf dem Boden
nun sind einzelne Original-Steine wieder oben
Die Schönheit der Kirche, sie ist richtig toll
von Menschen besucht und manchmal sehr voll
steht sie im Tale, ist von weithin zu sehn
in Schönheit und Pracht kann sie wieder stehn
Gedenket der Menschen, ihrem Elend und Leid
der gewaltigen Zerstörung, die ging hier sehr weit
Ein Aufruf zum Frieden und zum Verstehn
und lass jede Kriegskunst für immer vergehn
Autor: Gerhard Ledwina (*1949)
5.8.2012
(Nr. 1148 aus Band 42)
Ein Hemd (1138)
Ein Hemd
Ein Hemd, das schon in tausend Stücke
zerrissen ist, dies schmerzt dich sehr
wenn es von Hinterlist und Tücke
zerbröselt bis zum „Geht-nicht-mehr“
Dies Hemd, dies ist für dich das Leben
an dem du hängst, bald geht nichts mehr
doch nimmst du das seidene, die Fäden
und webst ein neues, nicht so schwer
Mit diesem neuen bist du gewappnet
gegen Hinterlist und Pein
So kehrt die Freude in deinem Leben
und Sonne in dem Herzen ein
©Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr. 1138 aus Band 42)
am 25.04.2012 im Heimatmuseum Sandweier
Lebenszeit (1111)
Lebenszeit
Wir wandern durch die Lebenszeit
und sind die meiste Zeit erfreut
Doch manchmal gibt es auch dunkle Tage
da steht für uns das Leben, auf der Waage
Wir wandern doch lieber in schöner Zeit
die uns das Leben, für uns hält bereit
Doch jede Wanderung lässt uns hoffen
sind für ein langes Leben gerne offen
So liegt in der Hoffnung eine Kraft bereit
für die Wanderung durch unsere Lebenszeit
©Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr. 1111 aus Band 41)
Verlier nie die Hoffnung (1109)
Verlier nie die Hoffnung
Verlier nie die Hoffnung
wie tief du auch sinkst
Es gibt immer ein Lichtlein
das für dich ist bestimmt
Du kommst da viel stärker
gegen Angstzeiten an
um so mehr zieht die Hoffnung
dich verstärkt in den Bann
Glaube an das Leben
das ist doch viel wert
Da ist deine Hoffnung
bestimmt nicht verkehrt
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr. 1109 aus Band 41)
Gefahr (1099)
Gefahr
Strahlen, Wärme, Ungeheuer
dies wird diesmal richtig teuer
Angst und Schrecken jagen sich
Hoffnung, oder rette dich
Was wurde da nur angerichtet
braucht man lang, bis dies gesichtet
Strahlen, die man gar nicht sieht
wohin die Wolke wohl noch zieht
Menschen verlieren Haus und Hof
was sind Menschen manchmal doof
wenn sie dieses auch noch bauen
und auf Sicherheit vertrauen
Lernen wir aus diesen Strahlen
dass wir nicht noch mal bezahlen
Hoffen wir auf etwas Glück
dass dies Unglück geht zurück
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr. 1099 aus Band 40)
Wellen schlagen (1092)
Wellen schlagen
Wellen schlagen an den Strand
Mensch schaut zu, ist wie gebannt
dröhnen laut mit viel Gebrause
weg ist es das schöne Zuhause
Wasser schießt durch alle Gassen
Autos fort und ganze Straßen
Menschen, Leben ist zerstört
keiner findet was ihm gehört
Familien sind in Angst und Not
wo bekommen sie ihr Brot
was das Meer hat fortgerissen
und die Kleidung ist zerschlissen
Betroffene sind in Überlebensnot
ganze Familien, die sind tot
Welle schlug stark an den Strand
zerstörte alles was sie fand
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr. 1092 aus Band 40)
Tsunami (1093)
Tsunami
Wie klein sind wir auf unserer Erde
ein kleines Staubkorn der Natur
Tsunami schlägt tief seine Wunden
zerstört sehr viel in seiner Spur
Die Erde bebt, es entstehen Wellen
im Wasser und die Erde, sie bricht auf
Da flüchten Menschen aus den Häusern
das Unglück nimmt nun seinen Lauf
Gebäude, Häuser, Maschinen zerbersten
die Kraft ist ungeheuerlich
Atomkraftwerke fangen Feuer
der Strom ist weg, nun rette dich
Was lernen wir aus diesen Zeilen
wir sind ein Spielball der Natur
ein Staubkorn ihrer rohen Kräfte
so ist die Kraft, der Erde pur
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr. 1093 aus Band 40)
In tiefen Stunden (947)
In tiefen Stunden
In tiefen Stunden
Freude verschwunden
nur Trauer und Leid
macht sich da breit
Nur hoffen, nur bangen
Zukunft gefangen
Verzweiflung geht weit
in dieser schlechten Zeit
Hoffnung und Glauben
dir die Sorgen berauben
um die Zukunft zu finden
kann die Hoffnung verbinden
Alltag hilft dir, sei bereit
ergreife dir deine Zeit
©Gerhard Ledwina(*1949)
(Nr. 947 aus Band 34)