Archive for September, 2007
Wind I (777)
Wind
Wind bläst über Berg und Land
und die Blätter fliegen
Viele Äste biegen sich
von dem Wind getrieben
Stürmisch ist des Herbstes Zeit
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 777 aus Band 28)
Herbstlich (778)
Herbstlich
Zerbrochen ist so manches Blatt
Der Wind, der hat es abgemacht
Der Herbst, der hat es bunt gefärbt
von Sonne ist es ausgegerbt
So ist der Kreislauf, von ganz oben
schwebt es herab nun auf den Boden
Vorbei die grüne Herrlichkeit
der Winter, der ist nicht mehr weit
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 778 aus Band 28)
Feiern (780)
Feiern
Feiern möcht ich heut mit Dir
Mit Gläschen Wein, mit Sekt mit Bier
Viel Liebe möcht ich Dir so geben
Mit Dir in Liebe, im Himmel schweben
Ich möcht Dir in die Augen sehn
Aus deinem Herzen niemals gehn
Ich möcht mit Dir den Tag genießen
Lass unsere Liebe immer sprießen
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 780 aus Band 28)
Vertreibung (592)
Vertreibung
Die Tür ist auf
Verlassen die Räume
Die Angst
um das Sein
Doch die Jahre vergehen
du kommst
um zu sehen
wie es einst war
Die Jahre vergehen
Du wirst nie verstehen
warum musste dies
sein
Der Hass der verblendet
Europa du wendest
den Feind heut
zum Freund
Lasst uns heute
verstehen
nur mit Frieden
kann es gehen
Vertreibt
schlechte Träume
Die Angst um das Sein
Denn die Tür
ist weit auf
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 592 aus Band 20)
La porta è aperta
lasciate queste camere
La paura
di l´essere
Pero gli anni passano
tu vieni
per vedere
com´era una volta
Gli anni passano
Tu non capirai mai
perchè doveva succedere questo
L´odio fa acciecare
Europa tu svolti oggi
il Nemico
in ´amico
L´asciateci noi capire oggi
solo con la pace
puo andare
Schiacciate
brutti sogni
la paura per l´essere
Perchè la porta
è spalancata
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 592 aus Band 20)
deserted the rooms,
fear
about beeing,
but the years pass by.
You come
to see
how it was before.
The years pass by,
you’ll never understand,
why it had to be.
Hate blinds,
Europe, today you reserve
the enemy
to a friend.
Let’s understand,
only with peace
it’s possible.
Chase away
bad dreams,
the fear about beeing,
‚cause the door
is wide open.
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 592 aus Band 20)
Diwxh
H porta einai anoicth
egkataleimmenoi ta dwmatia
o fobos
tou eimai
Alla ta cronia pernane
ercesai
gia na deis
pws eitan prin
Ta crwnia pernane
den qa katalabeis pote
giati auto eprepe na
ginei
O misospou tuflwnei
Europh metabaleis
ton eqro shmera
se filo
Elate shmera
na katalagoume
mono me eirhnh
mporei na ginei
Diwxte
ta kaka oneira
To fobo tou eimai
giati y porta
einai anoicth
vyhoštění
Dveře jsou otevřené
Opusťte místnosti
Strach
o bytí
Ale roky plynou
přicházíš
vidět
jak to bývalo
Roky plynou
Nikdy tomu nerozumíte
proč to udělal
být
Nenávist, která klamá
Evropa se otočíš
nepřítele dnes
příteli
Pojďme dnes
rozumět
pouze mírem
může to jít
Prodává
špatné sny
Strach z bytí
Protože dveře
je dokořán
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 592 aus Band 20)
Analyse des Gedichtes durch KI google gemini, Teilauszug:
Eine tiefgründige Analyse des Gedichts „Vertreibung“ und seiner Übersetzungen
Herzlichen Dank für die Bereitstellung Ihres Gedichts „Vertreibung“ und der dazugehörigen Übersetzungen. Es ist ein sehr bewegendes und vielschichtiges Werk, das auf tiefgreifende Weise das Thema der Vertreibung und die damit verbundenen Emotionen wie Angst, Verlust und Hoffnung thematisiert.
Eine Analyse des Originaltextes
Das Gedicht „Vertreibung“ ist ein eindringlicher Ausdruck der persönlichen Erfahrungen und der kollektiven Geschichte der Vertreibung. Die Bilder der leeren Räume, der Angst um die eigene Existenz und die Sehnsucht nach der Vergangenheit sind stark und berührend. Die Wendung zum Schluss, „die Tür ist weit auf“, deutet auf eine Möglichkeit der Öffnung und des Neuanfangs hin, bleibt aber zugleich ambivalent.
Besonders bemerkenswert sind:
- Die klare und präzise Sprache: Das Gedicht verwendet einfache Worte, um komplexe Emotionen auszudrücken.
- Die Wiederholung von Schlüsselbegriffen: Die Wiederholung von Worten wie „Jahre“, „Angst“ und „Tür“ verstärkt die thematische Bedeutung und erzeugt einen eindringlichen Rhythmus.
- Die offene Endung: Das Gedicht lässt den Leser Raum für eigene Interpretationen und ermöglicht so eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema.
Ein Vergleich der Übersetzungen
Die Übersetzungen ins Italienische, Englische und Griechische geben jeweils einen guten Eindruck vom Originaltext wieder. Sie bewahren die zentrale Bedeutung des Gedichts und vermitteln die Emotionen des Autors.
- Die italienische Übersetzung: Sie ist sehr nah am Original und verwendet ähnliche sprachliche Mittel. Die Wiederholung von „anni“ und „paura“ verstärkt die Wirkung des Gedichts.
- Die englische Übersetzung: Sie ist etwas freier und verwendet teilweise andere Wörter, um die Bedeutung zu vermitteln. Die Übersetzung von „verblenden“ mit „blinds“ ist besonders gelungen.
- Die griechische Übersetzung: Auch die griechische Übersetzung ist sehr gelungen und vermittelt die emotionale Tiefe des Originals.
- Tschechische Übersetzung: Dieser Übersetzung gelingt es besonders gut, die existenzielle Angst des Gedichts zu vermitteln. Der Ausdruck „strach bytí“ (Angst des Seins) ist sehr eindringlich.
Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Bedeutung des Gedichts in verschiedenen Sprachen erhalten bleibt. Dies zeigt, dass die Themen, die das Gedicht behandelt, universell sind und Menschen aus verschiedenen Kulturen ansprechen.
Die Bedeutung des Ortes und der persönlichen Erfahrung
Die Tatsache, dass Sie das Gedicht nach einem Besuch Ihres Elternhauses in Petschau geschrieben haben, verleiht ihm eine ganz besondere Authentizität. Ihre persönlichen Erfahrungen mit der Vertreibung fließen direkt in die Zeilen ein und machen das Gedicht zu einem sehr persönlichen Zeugnis.
Glück II (540)
Glück
Glück ist die
Freude
mit Dir
zu leben
und zu
erstreben
die Stunden
des Glücks
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 540 aus Band 18)
Potsdamer Platz (380)
Potsdamer Platz
Einst stand eine Mauer hier am Ort
nun ist diese Mauer endlich fort
Du sitzt jetzt hier
auf dem ehemaligen Todesstreifen
und kannst es immer
noch nicht ganz begreifen
Eine Mauer zu bauen
und auf Menschen zu schießen
was hat manche Menschen
nur dazu getrieben
Politisch verbohrt
und Menschen verachtend
wenn man anderen Menschen
nach dem Leben trachtet
Was brachte die Mauer
nur Elend und Leid
Menschen zu trennen
die waren vereint
Du kannst nun hier sitzen
und stehen und geh´n
und kannst diesen Wahnsinn
noch immer nicht versteh´n
Hier trifft sich die Welt,
ist friedlich vereint
das war von diesen Herren
wohl nie so gemeint
Was war dieses Gelände
einst öde und leer
Was ist daraus geworden
viel Mensch und Verkehr
Hier treffen sich die Menschen
hier an diesem Ort
Der Platz ist nun friedlich
denn die Mauer ist fort
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 380 aus Band 12)
Schreibe nieder (617)
Schreib nieder
Schreibe nieder
in Liebe
in Freundschaft
und Glück
Dann kommt dir
die Liebe
viel tausendmal
zurück
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 617 aus Band 21)
Die Sucht nach Berlin (613)
Die Sucht nach Berlin
Die Sucht nach Berlin
Zieht´s immer mich hin
Möcht einfach nur sehen
Gebäude, die stehen
Geschichte erleben
und Freunde zu sehen
Die Sucht nach Berlin
steckt so in mir drin
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 613 aus Band 21)
Sommer ade (774)
Sommer ade
Sommer zieht sich schon zurück
Herbst kommt stürmisch, Stück für Stück
Tage mit mehr Dunkelheit
ziehen in das Leben ein
Sommerzeit, die ist so schön
lässt man ungern wieder ziehn
Herbst mit seinen bunten Farben
sich so in das Leben graben
Sommer, Wärme ist doch schön
ist der Kälte vorzuziehn
Mit den hellen langen Tagen
sich in Sommerlust zu baden
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 774 aus Band 27)
Der Nebel zieht (354)
Der Nebel
Der Nebel zieht im Tale auf
die Sonne scheint darüber
Das Reh, das kommt nun aus dem Wald
der Hirsch röhrt seine Lieder
Der Fuchs der schaut nach Beute aus
pass auf, du mit Gefieder
sonst hat er dich in seinem Maul
und tot sind deine Glieder
Der Nebel deckt dies alles zu
man kann bald gar nichts sehen
Du musst zur früher Morgenstund
im Wald die Runden drehen
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 354 aus Band 11)
Der Krokus (351)
Der Krokus
Der Krokus leuchtet
mit seinem bunten Schein
wunderschön
das Frühjahr ein
Der Mensch erfreut sich
mit seinem Blick
es kommt doch endlich
das Frühjahr zurück
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 351 aus Band 11)
Es brennen die Kerzen (368)
Es brennen die Kerzen
Es brennen die Kerzen
am Weihnachtsbaum.
Die Augen leuchten,
was wir jetzt bräuchten
das wäre Schnee
Ach wäre das schön
Weihnacht im Schnee
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 368 aus Band 11)
In meinem Herzen I (364)
In meinem Herzen
In meinem Herzen
wohnt die Sonne
In meinem Herzen
wohnst nur Du
Kann manchen Schicksalsschlag
verschmerzen
weil ich doch weiß,
hier bist nur Du
Du bist der Motor meines Lebens
Du bist der Motor meines Glücks
Es ist so schön mit Dir zu leben
zu Dir komm ich immer gern zurück
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 364 aus Band 11)
Der Wind, der pfeift (355)
Der Wind, der pfeift
Der Wind, der pfeift durch jeden Baum
Das Blatt, das tanzt im Wind
Der Mensch, der heizt den Ofen an
für einen warmen Raum
Die Kinder freu´n sich auf den Schnee
und auf die Schlittenfahrt.
Der Schneemann, der wird dann gebaut,
die Winterzeit ist da
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 355 aus Band 11)
Die Rente (343)
Die Rente
Die Rente kommt bald auf dich zu
der Alltagsstress, der hat dann Ruh.
Du hast dann endlich für dich Zeit,
die der Alltag hält für dich bereit.
Kannst endlich schöne Sachen machen,
die du früher hast müssen liegen lassen.
Brauchst keinem Wecker mehr gehorchen,
vorbei der Stress, die Arbeitssorgen.
Genieß die Zeit
für dich bereit.
Denn für Genuss
hast du dann Zeit.
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 343 aus Band 10)