Gedicht
Die Angst ist zurück (631)
Die Angst ist zurück
Die Angst ist zurück,
fehlt bald wieder ein Stück?
Die Angst und die Not
sind noch nicht ganz tot
Ich leb doch so gerne
in Nah und in Ferne
Möcht Enkel erleben
mit Freude am Leben
Möcht bei Euch doch sein
und nicht ganz allein
Ich möcht es überwinden
Die Angst soll verschwinden
Will Schmerzen nicht haben
Die Angst will ich verjagen
Doch die Angst ist zurück,
fehlt bald wieder ein Stück?
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 631 aus Band 22)
Seesand (630)
Seesand
Ein Boot, das gleitet
so dahin
Du siehst es in die
Ferne ziehn
Das Fernweh kommt
so in dir auf
Du wärst doch gern
dort obendrauf
Könnst weithin
übers Wasser sehn
und gleitend
übers Wasser ziehn
So stehst du an
der Küste Strand
und hast nur Seesand
in der Hand
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 630 aus Band 22)
Urlaubszeit III (629)
Urlaubszeit
So schön ist es
am Strand zu stehn
und Winde, die
um die Nase wehn
Das Meer, das grüßt
mit Wellenrauschen
Als Mensch mag man gern
diesen Tönen lauschen
Die Spuren, die am Strand
entstehen
die mag man doch
so gerne sehen
Die Urlaubszeit
die einen freut
Am Strand zu stehen
nie bereut
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 629 aus Band 22)
Anmerkung: Dieses Gedicht wurde in dem
Mitteilungsblatt der Gemeinde Wellendingen mit dem Ortsteil Wilflingen in der Ausgabe vom 4. August 2016 auf der Titelseite abgedruckt.
Der Tag beginnt (627)
Der Tag beginnt
Die Dämmerung des Morgens
zaubert erste wärmende
Sonnenstrahlen an den Horizont
Geräusche eines kleinen Autos
durchbrechen die Ruhe
der vergehenden Nacht
Der Bäcker öffnet die
quietschende Gartenpforte
und hängt seine frisch
duftenden Brötchen an die Haustüre
Die Zeitungsfrau schiebt ihren
Bollerwagen durch
den Tau des Morgens
Klappern des Deckels
eines Briefkastens
als die druckfrische Zeitung
im Schlund desselben verschwindet
Ruhe kehrt wieder ein
bis die Vögel
die Sonnenstrahlen
des neuen Tages
mit ihrem vielfältigen Gesang
begrüßen
Die ersten Wecker
bringen verschlafene Menschen
aus ihren warmen Betten
Der Tag beginnt
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 627 aus Band 22)
Frühlingszeit (626)
Frühlingszeit
Grau und nebelverhangen
ist der Tag,
kleine glitzernde Wassertropfen
rinnen am kahlen Ast entlang,
perlen auf das weiche Moos
Zwischen den Grashalmen
recken die bunten Krokusse
ihre Köpfe aus dem nassen Boden,
hoffend auf die ersten
wärmenden Sonnenstrahlen
um ihre ganze Pracht zu zeigen
Tausende von
Frühlingsboten stehen
auf dem Dorfanger
zum Öffnen zwischen
den hohen Lindenbäumen
bereit
Neugierig summen die ersten Bienen
arbeitshungrig um sie herum
Die Sonne kommt heraus
Die Pracht explodiert
Frühlingszeit
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 626 aus Band 22)
Brandenburger Tor (797)

Brandenburger Tor
Brandenburger Tor
Langsam schreiten
durch das Tor
offen ist´s
wie nie zuvor
Geschichte steht
auf beiden Seiten
unsägliche Kriege
und schlechte Zeiten
Symbol der Freiheit
ist es heut
als Kraft der Einheit
jederzeit
Vergesst nie
dass man stand davor
und konnt nicht hindurch, nur sehen
und nicht von beiden Seiten, gehen
Genießt die Schritte
die ihr geht
wenn ihr vor diesem
Tor nun steht
Schließt nun die Augen
hört ihm nun zu
Erzählt es von Kriegen
von Frieden und Ruh?
Nie will´s mehr erleben
die Zeiten der Macht
hat immer nur Elend
und Trauer gebracht
Genießt diese Schönheit
die heutige Pracht
Symbol unserer Freiheit
die Einheit vollbracht
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 797 aus Band 28)
April (642)
April
Ich genieß den April
weil er nicht recht weiß
was er so will
Sitz auf dem Balkon
um zu schwitzen
kann man im April
denn da so sitzen?
Der April spielt verrückt
kann es wirklich so sein
ist dies natürlich
oder ein Schein
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 642 aus Band 22)
Frühjahr, Wärme (640)
Frühjahr, Wärme
Frühjahr, Wärme
grüne Bäume
Das sind alles
keine Träume
Freudig ist es,
wenn es blüht
und am Wegesrand
so grünt
Wärme zieht
ins Herz so ein
vergessen lässt
die Zipperlein
Die Hoffnung sprießt
und manches Glück
Im Frühjahr gibt´s
doch kein Zurück
Drum freu ich mich
auf jeden Tag
den ich im Frühjahr
erleben mag
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 640 aus Band 22)
Hoffnungsvoll (637)
Hoffnungsvoll
Hoffnungsvoll beginnt der Abend
begleitet von dem Traum der Nacht
Hoffnung tragen die Sterne
um die Stürme des Lebens
zu überstehen
Gewaltig ist die Natur
in der der Mensch
nur ein kleines Licht
in unendlicher Gottesschöpfung darstellt
Gott in seiner unendlichen Zeit
schenkt uns einen kleinen Teil
Das Leben auf Zeit
bis das Licht des Lebens uns
in der Finsternis der Nacht verliert
Genießen wir die Stunden
des Glücks in Dankbarkeit
dass er uns einen kleinen Teil
seiner unendlichen Zeit
schenkt
Auch wenn er uns
mancher Prüfung unterzieht
an der wir fast
zum Scheitern verurteilt sind
Freuen wir uns auf Freunde
die uns begleiten
Wie die Träume der Nacht
Hoffnungsvoll wie jeder
schöne Abend
in der wir nur
ein kleines Licht
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 637 aus Band 22)
Ich mag (632)
Ich mag
Ich mag keine Kriege
Ich mag keinen Streit
Ich mag nur die Freundschaft
nur zu der bin ich bereit
Ich mag nur den Frieden
den Frohsinn, das Lachen
das Glücklichsein im Leben
sich nie mehr Sorgen machen
Ich mag keine Ängste
die Angst vor dem Tod
ich mag doch das Leben
auch wenn es bedroht
Ich mag meine Freunde
für mich ein hohes Gut
die mir in schlechten Zeiten
auch gerne machen Mut
Ich mag meine Kinder
die Frau, die mich liebt
wenn ich mal bin todtraurig
sich sehr um mich bemüht
Ich mag schönes Wetter
den Strand und die See
Ich mag den weiten Seeblick
und auch ein Glas Tee
Ich mag unser Europa
den Frieden in der Welt
Am meisten die Freundschaft
denn die ist´s, die zählt
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 632 aus Band 22)
Sechzig Jahre (628)
Sechzig Jahre
Sechzig Jahre
auf der Reise
durch das Leben
Wollen wir heute
einen heben
Wünschen Glück
Zufriedenheit
und Gesundheit
weit und breit
Wünschen Frohsinn
und das Lachen
dass die Knochen
auch nicht krachen
Wünschen für die
letzten Arbeitsjahre
nur noch schöne
Sonnentage
Wünschen viele
lange Reisen
und auch immer
schön zu speisen
Wünschen alles
Gute Dir
Deshalb sind
heute alle hier
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 628 aus Band 22)
Sanft schweben (752)
Sanft schweben
Sanft schweben
schöne Gedanken
auf dem Strahl
des Mondlichtes herab
Erfassen mit ihrem Inneren
das menschliche Herz
und bringen es wie die
Vielfalt einer großen Orgel
zu einem brausendem Schwingen
Zärtlich vernetzen die Nerven
diese sanften Gedanken
zu einem vielfältigem Klang
die, die Schönheit der bunten Gedanken
das menschliche Hiersein
zu einer Zeit der Freude
und des Glücks zu einem Berg
der Schönheit wachsen lässt
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 752 aus Band 27)
Ruhig weht (753)
Ruhig weht
Ruhig weht der Abendwind
Die Nacht, die kommt in Schritten
Die Dunkelheit nimmt ihren Lauf
Der Mond, der lässt sich bitten
Die Sterne schauen
frech hervor
und schaun dir neckisch zu
Bis dass du Mensch so müde wirst
und schließt die Augen zu
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 753 aus Band 27)
Im Traum erwacht (764)
Im Traum erwacht
Geborgenweich im Traum erwacht
Traumlächelnd dir die Sonne lacht
Die Wärme, die so sanft begegnet
von Sonnenstrahlen du gesegnet
Im Wiesengrund der Traumgoldblüten
dich Glück und Freude sanft behüten
Geborgenweich der Traum vergeht
der Alltag hart vor der Türe steht
Genieß die schönen Traumlandzeiten
die in Nächten ruhig dich begleiten
Geborgenweich der Traum erwacht
es ist so schön, wenn Sonne lacht
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 764 aus Band 27)
Sternschnuppensommer (769)
Sternschnuppensommer
Hell der Strahl
die Nacht erhellt
Sternschnuppenstrahl
vom Himmel fällt
Sternenklar und wolkenlos
Schnuppenzahl, die ist sehr groß
Wunderschön mit anzusehn
Sternschnuppen vom Himmel ziehn
Wünsche, diese fallen begleiten
aus der Ferne, aus den Weiten
Musst du raus ins Freie gehn
Sternschnuppensommer so zu sehn
Autor: © Gerhard Ledwina (*1949)
(Nr. 769 aus Band 27)